Gewöhnlicher Natternkopf

Echium vulgare, Borretschgewächse/Boraginaceae

im Volksmund auch Wilder Borretsch, Stolzer Heinrich, Natternkraut und Ochsenmaul genannt

Natternkopf Foto: naturgucker.de
Natternkopf Foto: naturgucker.de

Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine hauptsächlich in Europa verbreitete, zwei bis dreijährige krautige Pflanze. Wie auch volkstümliche Namen nahe legen ist er eng mit Borretsch, aber auch  anderen Rauhblattgewächsen wie Lungenkraut und Beinwell verwandt. Stängel und Blätter sind entsprechend rauh behaart. Die typischerweise leuchten rosa-lilafarbenen, weit aus den Blüten herausragenden Staubblätter sollen an Nattern erinnern, daher wohl der Name.

 

Er wird meist ca. 50 bis. 80 cm hoch. Er blüht ab etwa Ende Mai bis in den September hinein von unten nach oben durch. Die büschelig in den Blattachsen wachsenden Blüten werden von eher rosa-lila im Verlauf der Blütezeit dunkler, violett-blau.

 

Die Blätter sind lanzettlich und gegenständig, in der Saison zunehmend derb-trocken und borstig-stachelig.

Natternkopf Foto: naturgucker.de
Natternkopf Foto: naturgucker.de

Der Natternkopf ist eine wertvolle Nektarquelle für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten und eine Fraßpflanze für etliche Raupen.

 

Der Natternkopf wächst gern an trockenen, sonnigen, sandigen Standorten wie Schutthalden, Steinbrüchen, Burgen, Wegen. Durch seine bis über 2m tief gehenden Wurzeln übersteht er Trockenheit besonders gut.

 

Am Mennecy-Spielplatz im Schnallenäcker I in Malmsheim gedeiht er z. B. auch massenhaft :-)

 

VERWENDUNG FÜR MENSCHEN IN KÜCHE UND HAUSAPOTHEKE

 

Frische Triebspitzen im frühen Frühling (März) sind als Salat und als Gemüse auch noch etwas später im Jahr (etwa bis Mai) verwendbar. Blätter und Triebe wegen des (geringen) Gehalts an potentiell leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloiden nur kleinere Mengen verzehren.

 

Die Blüten machen sich hübsch als essbare Deko z. B. im Salat. Tee aus Natternkopfblüten gilt harntreibend, fiebersenkend und hustenlindernd.

 

Ähnlich wie dafür bekanntere Beinweill hilft die Wurzel ders Natternkopfs als Breiumschlag oder Salbei bei Hautproblemen.

 

Christine Berg, Fachberaterin für Essbare Wildpflanzen

und Streuobstpädagogin

 

Siehe auch das NABU Portrait Gewöhnlicher Natternkopf

Quellen: Essbare Wildpflanze, Buch von Fleischhauer/Guthmann/Spiegelberger, Meine liebsten Wildkräuter von Liesel Malm, Farbatlas Kräuter und Gräser von Briemle, NABU

 

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