Aktuelles


Nächster NABU Treff am 7. August 19:30 Uhr im Restaurant Lutz in Renningen.

 

Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr zum NABU Treff  im Restaurant Lutz in Renningen, Rankbachstr.49 oder in Anna's Taverne/Schnoggatreff in Malmsheim, Albstr.14. Bei Interesse kann jeder einfach kommen oder sich anmelden mit einer E-Mail an nabu@nabu-renningen.de.


Hilfe für Vögel und andere Tiere

NABU Naturtelefon 030-284984-6000 (Mo-Fr 9-16 Uhr)

 

Immer wieder erreichen uns Anfragen was zu tun ist, wenn Vögel verletzt sind, junge Vögel aufgefunden werden oder sonstige Tier-Notfälle eingetroffen sind.

Hier gibt es viele Kontakte, Hinweise und Tipps.

NABU-Sommerakademie - wir waren dabei!

Teilnehmer*innen NABU Sommerakademie Foto: M.Pagel
Teilnehmer*innen NABU Sommerakademie Foto: M.Pagel

Was brauchen ehrenamtliche Aktive im Naturschutz in einer Zeit voller Unsicherheit und enormer Aufgaben? Fachkenntnisse, Mut, Ausdauer und eine Gemeinschaft, die sich für eine gute Sache ins Zeug legt und auch im Kleinen wirksam ist, hilft enorm, um in Krisenzeiten zuversichtlich zu bleiben. Daher lädt der NABU Baden-Württemberg jedes Jahr zur NABU-Sommerakademie ein.

 

Auf dem Programm: sich austauschen, vernetzen, Erfolge miteinander teilen und sich fit machen für ganz konkrete ehrenamtliche Aufgaben. Im Fokus der vier Workshops standen diesmal Ornithologie, Gewässerschutz, Artenschutzgutachten und Botanik.

 

Und wir vom NABU Renningen-Malmsheim waren dabei, bei jedem dieser Workshops hat eine NABU Aktive unserer Gruppe mitgemacht und VIEL gelernt. Auch die praktischen Teile mit Vogelexkursion, Gewässerproben entnehmen und mikroskopieren, Fledermäuse kartieren und vor allem gelb blühende Pflanzen sammeln und bestimmen (es waren tatsächlich 30 verschiedene Arten) hat uns viel Spaß gemacht. Besonders freut es uns immer wieder „alte“ NABU Bekannte wieder zu treffen und sich auszutauschen. Das motiviert uns für unsere Arbeit für die Natur. Wir freuen uns schon auf die nächste Sommerakademie in 2025.

Weitere Infos auch hier beim NABU BW.


Klimainsel auf der Gewerbeshow

Infostand und Glücksrad Foto: NABU/I.Bücker
Infostand und Glücksrad Foto: NABU/I.Bücker

Eine großartige Gewerbeshow mit Klimainsel und auch das Wetter hat mitgespielt!

Für den NABU Renningen Malmsheim eine wunderbare Gelegenheit sowohl wichtige Informationen als auch  attraktive Spiele mitten auf der Klimainsel anzubieten.

 

An unserer Pinnwand gab es reichhaltige Informationen zur naturverträglichen Energiewende: zu Windenergie, Photovoltaik und der Stromtrasse SüdWestLink. Anschauliche Bilder und Graphiken ermöglichten fundierte Einblicke zu eher allgemeinen Themen ebenso wie sehr konkret auch zu den aktuellen Themen für Renningen und Malmsheim. Zusätzlich lag attraktives Informationsmaterial zum Mitnehmen aus. So konnten interessierte Besucher diese Informationen nutzen und auch mit uns im Gespräch tiefergehende Fragen diskutieren, denn wir vom NABU Renningen-Malmsheim setzen uns dafür ein, dass die nötige Energiewende möglichst naturverträglich und zügig umgesetzt wird.

Bei den Spielen entpuppte sich unser Glücksrad schnell als Publikumsmagnet. Geduldig reihten sich vor allem Kinder und Jugendliche in die Schlange, um „am Rad zu drehen“. Je nach Rubrik, in der das Rad zum Stillstand kam, gab es spannende Fragen zu Pflanzen und Tieren, und natürlich zur Energiewende – selbstverständlich angepasst an das Alter der Kinder. Wir haben wirklich gestaunt, wieviel die Kinder wussten und beantworten konnten. Beeindruckend waren auch eine ganze Reihe von Jugendlichen, die Erwachsenenfragen beantworten durften  und das auch phantastisch meisterten. Einige Fragen für die Kiddies waren aber auch so schwer, dass sie ihre Eltern und Geschwister als Berater nutzen konnten. Ein Beispiel: Hätten Sie gewusst, dass eine ausgewachsene Kuh bis zu 180 Liter Wasser pro Tag trinkt?

Als Belohnung für die vielen richtigen Antworten winkten attraktive Preise: Leporellos mit wunderschönen Fotos, Ausmal-Hefte, hochwertige Mehrfarbenbuntstifte und Kugelschreiber aus Pappe (ja, Pappe) und ein zauberhaftes Insekten-Memory.

Apropos Memory: Neben unserem Glücksrad hatten wir auf dem Boden ein begehbares großes Singvogel-Memory aufgebaut, das regen Zuspruch von Kindern und Eltern fand. Und wie vermutlich auch zuhause haben die Kinder meistens das Memoryspiel gewonnen – oder aber kurzfristig versucht einfach die Spielregeln zu ändern, womit die Eltern aber souverän umgehen konnten. Die schönen  überlebensgroßen Bilder der Singvögel haben sicher ihren Teil zu diesem harmonischen Miteinander beigetragen.

Danke an alle Besucher*innen,  Interessierte und alle Mithelfer*innen!

 


Familienwaldführung mit Revierförster Hutter

Im Wald mit Förster Hutter Foto: NABU/I.Bücker
Im Wald mit Förster Hutter Foto: NABU/I.Bücker

Am Samstagnachmittag trafen sich bei angenehmen Wetter 15 Teilnehmer von jung bis alt zu unserer Familien-Waldführung mit dem Renninger Revierförster Lukas Hutter. Dieser hatte einen Rundweg mit verschiedenen Stationen vorbereitet, um den kleinen wie großen Bürgern den Wald und die Forstwirtschaft näherzubringen. Dabei wurde der gesamte Lebenszyklus eines Baumes angesprochen. Die erste Station zeigte eine kleine Fläche mit ganz jungen Bäumen in Gruppen mit je 16-25 Pflanzen. Die Kinder durften herausfinden, was für Bäume in den Wuchs- und Drahthüllen wachsen. Schnell wurden u.a. Eichen, Kastanien, Kirschen sowie Weißtannen und Douglasien mit Hilfe der Erwachsenen identifiziert. Herr Hutter erklärte, dass er mit solchen Gruppenanpflanzungen einen jungen Mischwald erzeugen will. Von ungefähr 20 gepflanzten Bäumen je Gruppe wird im Laufe der Jahrzehnte letztendlich nur ein stattlicher Baum den freien Platz in Kronenraum einnehmen. Durch den Klimawandel ist es zu unsicher, sich auf nur eine Baumart zu verlassen. In solchen Gruppen zeigen sich dann die besten Kandidaten je Baumart und Gruppe und eine solche Pflanzung ist ökologisch vielfältiger und damit hoffentlich überlebensfähiger als die übliche Reihenpflanzung einer Baumart. Der Förster hofft, dass er hier dann Bäume auswählen kann, die später einen höheren Holzwert haben als die sich natürlich ansiedelnden Ahornbäume oder Weiden.

 

Die nächste Station zeigte einen ungefähr 30 Jahre alten Buchenbestand, der in Reihe gepflanzt worden war. Hier erklärte Herr Hutter, was die Forstwirtschaft unter betriebswirtschaftlichen Aspekten (optimaler Holzerlös) am liebsten hat, nämlich „astreine“ Baumstämme bis zur Krone. Dieses Stammholz ohne störende Äste ist für die Holzverarbeitung am wertvollsten und bringt deutlich mehr Ertrag als Holz mit Astlöchern oder gar Zwiesel (wenn sich der Stamm in 2 Teile aufteilt), das schlimmstenfalls nur als deutlich schlechter bezahltes Brennholz verkauft werden kann. Einigen Teilnehmern wurde dadurch erstmals der Begriff „astrein“ so richtig klar, der in der Holzwirtschaft schon vor hunderten von Jahren verwendet wurde. Interessant war auch, dass die Bäume sehr unterschiedliche dick und vital waren, obwohl sie alle zur gleichen Zeit gepflanzt wurden. Die Kinder durften dann helfen, „astreine“ Bäume zu identifizieren und weniger schöne Nachbarbäume zu markieren, denn diese werden entnommen, um den präferierten Bäumen ein besseres Wachstum (und damit mehr wertvolles Stammholz) durch mehr Kronenlicht und Nährstoffen zu ermöglichen.

 

Eine weitere Station war eine sehr alte Eiche in einem jüngeren Tannenbestand. Auch solche Bäume werden durch Entnahme von Konkurrenzbäumen gestärkt, da sie einen hohen ökologischen Wert haben und ansonsten von schneller wachsenden Tannen oder Buchen verdrängt würden. Zum Schluss ging es noch zu einem Waldstück, in dem eine größere

 

Gruppe von Habitatbäumen in einem ansonsten jungen Buchenmischwald ausgewiesen waren. Habitatbäume sind alte, aber durchaus noch vitale Bäume mit Holzschäden (Spechtlöcher oder Totholz-Teile), die zwar für die Holzwirtschaft weniger interessant sind, die aber einer Vielzahl von Insekten und Vögeln Lebensraum bieten. Daher hat jeder Förster die Auflage, eine bestimmte Anzahl von solchen Habitätbäumen zu erhalten. Sie sollten aber an Stellen stehen, die die Verkehrssicherheit nicht gefährden.

 

Zum Abschluss wurden noch zwei Elsbeeren besichtigt. Die Elsbeere wächst sehr langsam und ist bei uns selten, da sie aufgrund des langsamen Wuchses nicht in Wirtschaftswäldern gepflanzt wurde. Sie hat aber ähnlich wie die Eiche eine hohe Trockenheitsresistenz und soll daher vermehrt gepflanzt werden.

Vielen Dank an Herrn Hutter für die interessante forstwirtschaftliche Führung und allen Teilnehmer*innen für ihre Fragen.


NABU bei Gewerbeshow am 23.6.2024

Am 23.6. ist verkaufsoffener Sonntag in Renningen und der Gewerbe- und Handelsverein Renningen e.V. veranstaltet eine Gewerbeshow von 11 – 20 Uhr im Renninger Gewerbegebiet.

 

Die Gewerbe-Show bietet ein reichhaltiges Informations- und Mitmachangebot für Jung und Alt. Gästen aus Nah und Fern wird die Möglichkeit gegeben, die Vielfalt der örtlichen Betriebe und teilnehmender Vereine kennen zu lernen.

 

So wird es wieder eine Klimainsel geben und der NABU Renningen-Malmsheim macht mit:
wir bieten an unserem Infostand vielfältige Informationen über die Naturverträgliche Energiewende und vor allem, was es für uns alle in Renningen bedeutet. Für die Kinder (und Erwachsenen) haben wir ein Glücksrad, es kann gemalt werden und ein großes Vogel Memory erwartet Mitspieler*innen.

Kommen Sie zur Klimainsel auf den Aldi-Parkplatz (Benzstraße), wir stehen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anregungen.

 


Familien-Waldführung mit Revierförster

Foto: Baumkronen NABU/I.Bücker
Foto: Baumkronen NABU/I.Bücker

Insektensommer 31.5. - 9.6.24

Admiral NABU/ H. May
Admiral NABU/ H. May

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“. Ob Falter, Biene, Käfer oder Libelle: Ab dem 31. Mai geht es in die nächste Zählrunde.

Mitmachen ist ganz einfach: Es reicht, sich für eine Stunde an einem sonnigen, eher windstillen Tag einen schönen Platz zu suchen. Der kann im Garten, im Wald, auf der Wiese oder am Wasser liegen. Fokussieren Sie sich auf einen Umkreis von etwa zehn Metern und notieren Sie, was Sie sehen. Etwas leichter wird es mit diesen Hilfsmitteln:

 

  • Lupe (für ganz nah) und/oder Fernglas (für etwas weiter weg)
  • Bestimmungsbuch und/oder NABU-Insektensommer-App mit Fotoerkennung
  • Zählhilfe
  • Kamera (um Ihre schönen Beobachtungen auch festzuhalten)

Keine Panik, wenn Ihnen auch mal ein Insekt entwischt, bevor Sie es erkennen oder Sie es nicht bestimmen können! Wichtig ist nur, dass Sie einen Modus finden, in dem Sie Freude an der Aktion haben. Weitere Inforamtionen gibt es hier beim NABU.

 


Pflanzenführung 12.5.2024

Pflanzenführung A.Frank-Bühler Foto: NABU/H.Huber
Pflanzenführung A.Frank-Bühler Foto: NABU/H.Huber

Bei herrlichem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen folgten 26 Personen inklusive eines Kindes und einem (ebenfalls interessierten) Hund der Einladung zur Pflanzenführung durch Frau Andrea Frank-Bühler, einer ausgewiesenen Fachfrau für einheimische Pflanzen und Heilkräuter. Es war eine spannende und sehr abwechslungsreiche Runde mit fachkundigem und interessiertem Publikum durch ein atemberaubend schönes Biotop-Areal.

 

„Alles hängt mit allem zusammen“ – das ist der Leitspruch von Frau Frank-Bühler und so hat sie auch die Führung gestaltet, mit viel Hintergrundinformationen, Pflanzeninfos und auch das Zusammenspiel von Mensch und Pflanzen im Zeitraffer der Jahrhunderte.

 

So wurde gleich zu Beginn ein blühender Baum vorgestellt, eine Vogesen Mehlbeere, ein Baum, der im Zuge der Klimaerwärmung insbesondere für den städtischen Bereich aufgrund seiner relativ hohen Hitzeresistenz uns mehr und mehr begleiten wird. In früheren Zeiten wurden seine Früchte dem Mehl beigemengt und haben so unseren Vorfahren in Zeiten der Not geholfen zu überleben. Ähnlich der Weißdorn: auch seine Früchte wurden in Notzeiten Mehl beigemischt. Heute hat Weißdorn eher eine medizinische Bedeutung als Kräftigungs- und Herzmittel.

 So gab es für ca. 30 Pflanzen die Möglichkeit sie anzuschauen, anzufassen, Informationen über das, was sie ausmacht und auszeichnet und wie Menschen sie in der Vergangenheit nutzten und wie wir sie heute – ausgestattet mit einer riesigen Wissensbasis – nutzen und nutzen können.

 

Wussten Sie, dass die Schlüsselblume in einigen Regionen immer noch Himmelsschlüssel heißt, weil man sich früher erzählte, dass Petrus – als er den Himmel aufschließen wollte – die Schlüssel fallen ließ und dort, wo sie hingefallen waren, erblühten die Himmelsschlüssel ...

 Oder, dass der Schwarze Holunder seit Jahrhunderten eine mythologische Bedeutung hatte: zu Zeiten der Kelten verkörperte er die Unendlichkeit des Lebens, eine Verbindung über den Tod hinaus. Im Mittelalter galt die Pflanze dann als Wohnsitz der Schutzgöttin Holda, eine heilige Pflanze, die in keinem Hof oder Gehöft fehlen durfte und der man sich nur mit großer Hochachtung genähert hat. Und heute? Sicher kennen Sie auch die aktuellen Möglichkeiten diese großartige Pflanze zu nutzen: Blüten, Beeren sind in unterschiedlicher Zubereitung sehr lecker und haben auch eine wichtige medizinische Bedeutung als Heilpflanze: fiebersenkend, stärkt das Immunsystem, unterstützt bei bronchialen Infekten ...

 

Und so verging die Zeit im Flug und nachdem wir so viel über die Pflanzen und ihre vielfältigen Heilwirkungen für uns Menschen erfahren haben, war eine kleine Verköstigung von heilsamen Pflanzensäften quasi der krönende Abschluss: von der Brennnessel über die Artischocke und den Weißdorn sowie die (nicht einheimische) Kaktusfeige konnte jede/r kosten – denn Frau Frank-Bühler ist nicht nur eine phantastische Referentin für Pflanzen und ihre Bedeutung für unsere Natur, sondern kennt gerade auch aufgrund ihrer Funktion bei der Fa. Schoenenberger das riesige Feld der Heilpflanzen sehr gut.

 

Kurzum: die heutige Veranstaltung war ein  wunderbarer Gang durch die Welt unserer heimischen Heilkräuter und Pflanzenwelt.

Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie.


Apps für die Natur

Bei unserer Pflanzenführung haben wir auch kurz Apps vorgestellt, die bei der Bestimmung von Pflanzen, Insekten und Vögeln hilfreich sein können:

 

Pflanzenerkennung mit Foto

Flora Incognita

PlantNet

ObsIdentify(NaturaDB viel Informationen über Pflanzen, "nur" eine Webseite)

 

Insektenerkennung mit Foto

ObsIdentify

 

Vögelerkennung mit Vogelstimmen-Audioaufnahme

Merlin

 

Weitere Apps rund um die Natur

 


Pflanzenführung am 12. Mai 2024

Echte Schlüsselblume Foto: Heinz Strunk
Echte Schlüsselblume Foto: Heinz Strunk

Katzenkraut, Himmelsschlüssel und Mehlbeere - Blütenpflanzen und Heilkräuter am Wegesrand

 

Wie heißt diese Pflanze? Wofür kann man sie einsetzen? Weshalb wächst sie gerade hier?

Bei einem kurzweiligen Spaziergang durch Feld und Flur lernen Sie unsere heimischen Pflanzen kennen und erfahren mehr über die Zusammenhänge in der Natur. Am Ende gibt es die Möglichkeit Schoenenberger Heilpflanzensäfte zu probieren.


Andrea Frank-Bühler ist Dipl.-Biologin mit Schwerpunkten in Botanik und Pharmazeutischer Biologie. Seit vielen Jahren ist sie im Schoenenberger Pflanzensaftwerk in Magstadt beschäftigt. Fast genauso lange arbeitet sie ehrenamtlich beim NABU mit, aktuell als Mitglied des Landesvorstandes.

 

Herzliche Einladung zu unserer Pflanzenführung

am Sonntag, den 12. Mai 2024

um 14:30 Uhr

Treffpunkt: Wertstoffhof Malmsheim
Kosten: kostenfrei, über eine Spende freuen wir uns
Dauer: 2-3 Stunden


Stunde der Gartenvögel 9. - 12. Mai

Haussperlinge im Vogelbad Foto: Gabi Ulig
Haussperlinge im Vogelbad Foto: Gabi Ulig

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“.

Selbst wenn Sie noch nie Vögel gezählt haben: Es ist wirklich nicht schwer und macht großen Spaß. Suchen Sie sich einfach ein festes Plätzchen am Fenster, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und beobachten Sie dort eine Stunde lang, was umherflattert. Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde vom 9. bis 12. Mai 2024.

Weitere Infos gibt es hier.

 


Erinnerung an Kurt Rimpp

Nachruf auf einen lieben Freund und einen großartigen Reptilien- und Amphibienfachmann.

 

Der Natur-und Landschaftsschutz um Renningen-Malmsheim verliert einen wichtigen „Hüter“. Unser Freund und großartige Reptilien-Amphibien-Fachmann Kurt Rimpp ist letzten Sonntag nach langer Krankheit verstorben.
Man kann gar nicht alle Veröffentlichungen in Fachzeitschriften oder Buchtiteln aufzählen, in denen Kurt Rimpp sein Wissen um die Reptilien und Amphibien niederschrieb, u.a. als Co-Autor des vom Land finanzierten Grundlagenwerks "Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs“. Auch in dem im Jahr 2006 von Prof. Dr. Clytus Gottwald aufgelegten  Buch “Naturdenkmal Malmsheimer Mühlberg  und Umgebung“ leistete er einen wichtigen, aufschlussreichen Beitrag zur Herpetofauna der Gemarkung Renningen. Zahlreiche Bücher, Veröffentlichungen über Terrarien, etc. stammen von ihm.
Kennengelernt habe ich Kurt bereits vor meinem Umzug nach Renningen als Referenten eines Fachvortrages. Klar, dass ich dann zu der von ihm mitbegründeten Gruppe „Mitglieder und Freunde des Ortsgespächskreises von Renningen-Malmsheim“ stieß.
Kurt war als Berater bei vielen Institutionen anerkannt. So zum Beispiel bei der DB als es um die Erweiterung der S-Bahntrasse Malmsheim – Weil der Stadt und da um die Habitate von Reptilien entlang der Strecke ging. Bei der Unteren Naturschutzbehörde war sein Wissen zu Pflege und Schutz von Biotopen für Echsen gefragt. Beim Regierungspräsidium  setzte er sein breites Wissen ein, als es um die äußerst schützenswerten Feuersalamander-Vorkommen bei uns ging, ebenso bei der Endmodellierung des neu entstehenden neuen Naherholungsgebiets „Auffüllung des ehemaligen Steinbruchs Gering“ wegen Gestaltung und Anlage der diversen Tümpel. Das vis à vis der Bahnlinie Malmsheim – Weil der Stadt gelegene Schutzgebiet Tümpel trägt zu großem Teil Kurts Handschrift.
Dass die örtliche NABU-Gruppe sehr viel seinem breit gefächerten Wissen und der Bereitschaft, es zu vermitteln, verdankt, ist selbstverständlich.

Dies alles hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit; alles aufzuzählen würde den hier zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Bemerken möchte ich noch, dass Kurt im Innern ein herzensguter Mensch war, doch wenn es um die Sache ging, ein streitbarer Verhandler. So möchte ich mit den Worten aus seiner Todesanzeige schließen: „Abschied nehmen heißt, sich an die schönen Dinge des Lebens zu erinnern, sie nicht vergessen und dankbar zu bewahren.“
Udo Schäfer
NABU Renningen-Malmsheim


Erfolgreiches FND Projekt

FND Brunnenwiesen, Weidengebüsch entfernt Foto: NABU/I.Bücker
FND Brunnenwiesen, Weidengebüsch entfernt Foto: NABU/I.Bücker

Neben den Natur- und Landschaftsschutzgebieten sind in Deutschland viele weitere Gebiete als schützenswert eingestuft. Ein Naturdenkmal kann ein einzelner Baum oder eine Höhle sein, ein Flächenhaftes Naturdenkmal (FND) ist z.B. der Küchenschellenstandort Immenbangert südlich von Malmsheim.

 

Der NABU Renningen-Malmsheim hat am FND-Projekt des NABU Bezirks Gäu-Nordschwarzwald teilgenommen. Hierbei sollte der Fokus auf FND’s gelegt werden, die Lebensräume der FNDs besucht und deren aktueller Zustand systematisch und vergleichbar in der FND App festgehalten werden (entwickelt von unserem Mitglied Christoph Bücker). Außerdem konnte notiert werden, ob der Lebensraum gepflegt werden soll, ob er vermüllt oder die Beschilderung nicht mehr zufriedenstellend ist.

 

Ende 2022 haben sich die Aktiven der NABU-Gruppe die 20 FNDs auf Renninger Gemarkung aufgeteilt und dann vor Ort gecheckt: gibt es Beeinträchtigungen, sind ausreichend Schilder vorhanden, ist eine Pflegemaßnahme nötig, ist das FND vermüllt? Eingesetzt wurde dafür die FND App, hier konnte alles einfach und schnell festgehalten werden inklusive aufgenommener Fotos des FNDs.
Mit Hilfe von zusätzlichen Dokumenten der FNDs aus der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Landratsamt Böblingen (LRA BB) konnten wir den FND-Check abschließen. Das NABU-Sprechergremium hat dann eine priorisierte Liste zusammengestellt, welche FND’s Maßnahmen dringend benötigen. Im Mai 2023 wurde dieses Ergebnis der UNB in Böblingen vorgestellt und konkrete Maßnahmen für mindestens drei FND’s vorgeschlagen.

 

Ein Jahr später sind die Pflegemaßnahmen für diese drei FND’s weitgehend umgesetzt. Ein Unterstand und Holzlagerung in einem FND wurde entfernt, ein Acker ist zu einer Wiese geworden, kein Pferdemist düngt mehr einen Halbtrockenrasen. Die beste Aktion erfolgte im FND Feuchtbiotop Brunnenwiesen, hier wurde das Schilf immer mehr durch ein Weidengebüsch verdrängt. Die UNB hatte eine Begehung mit der Stadt Renningen, dem Landschaftserhaltungsverband (LEV), dem zuständigen Jäger, dem NABU und einem Landwirt organisiert. Gemeinsam wurde über die vorgeschlagenen Maßnahmen beraten und die meisten davon dann innerhalb eines Monats umgesetzt, das Weidengebüsch wurde entfernt (die restlichen Maßnahmen werden noch mit der Wasserwirtschaft beraten).

Die Pflege der FND‘s geht weiter, unsere NABU-Gruppe kennt nun „seine“ FNDs und wird sich auch an weiteren Pflegemaßnahmen zusammen mit der UNB und der Stadt beteiligen.

 

Uns hat die konstruktive Zusammenarbeit mit der UNB im LRA BB, der Stadt Renningen und allen anderen Beteiligten sehr gefreut, gemeinsam haben wir hier viel erreicht. So kann es weitergehen. DANKE auch an unsere NABU Aktiven für Ihren Einsatz!


NABU unterstützt Gewässeruntersuchung

Untersuchungsteam in Ditzingen
Untersuchungsteam in Ditzingen

Der BUND Ditzingen hat am vergangenen Samstag zum fünften Mal Gewässeruntersuchungen am Beutenbach in Ditzingen durchgeführt. Im Rahmen eines vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung initiierten Projekts zur Kartierung der Gewässergüte kleiner Gewässer in der gesamten Bundesrepublik, kurz FLOW-Projekt, wurde der Zustand des Beutenbaches analysiert.

Neben einer am Beginn des Projekts vorgenommenen Charakterisierung des Bachverlaufs wurde hierbei über einen Zeitraum von 2 Jahren die Fließgeschwindigkeit, die chemische Wasserqualität und die Artenvielfalt des Makrozoobenthos ermittelt (unter Makrozoobenthos versteht man die tierischen Organismen am Gewässerboden) jeweils einmal im April, ein zweites Mal im Juni.

Inge Bücker vom NABU Renningen-Malmsheim hat das Team vom BUND Ditzingen bei der Probenentnahme im Bach und bei der Bestimmung der Kleinlebewesen unterstützt. Mit Pinzette, Lupe und Binokular wurde fleißig sortiert und gemeinsam die Tiere bestimmt.

Wir fanden sehr viele Bachflohkrebse, viele Köcherfliegenlarven (wunderschön), Wasserasseln, Egel, Schnecken und einige Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlarven und einen Wenigborster.

Es war sehr spannend. Wir überlegen in unserer Gruppe, ob wir in 2025 an FLOW teilnehmen und einen Abschnitt des Rankbachs oder Maisgrabens untersuchen können.

Weitere Fotos sind in unserer Bildergalerie und Info beim BUND.

DANKE dass wir mitmachen durften!


Erfolgreiche Pflanzentauschbörse

Pflanzentauschbörse Foto: NABU/C.Schoeck
Pflanzentauschbörse Foto: NABU/C.Schoeck

Am Samstag, dem 13.4.24, hatten wir unsere gemeinsame Pflanzenbörse mit dem NABU Weil der Stadt. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen trafen sich im Laufe des Nachmittags ungefähr 30 pflanzenbegeisterte Teilnehmer auf der schönen Bienenwiese am Rande von Weil der Stadt zum Austausch von eigenen Ablegern oder Samen. So wurden diverse Nutzpflanzen wie Tomaten, Chili, verschiedene Salatsorten oder Gewürzpflanzen wie Oregano oder Apfelminze mitgebracht. Dazu kamen heimische Blühstauden wie u. a. Lungenkraut, Duftveilchen, Nelken, Sonnenblumen, Tagetes oder Flockenblumen und einiges mehr. Auch ein paar Bäumchen wie Walnussbäumchen oder Strauchableger fanden sich ein. Dazu gab es diverse Samen besonders von bienenfreundlichen Blühpflanzen und Literaturtipps. So wurde in den ausgelegten Garten- und Pflanzenbüchern gerne und interessiert geblättert. Zum Schluss blieb kaum etwas übrig und die Teilnehmer zogen alle zufrieden mit ihren neuen kleinen Pflanzenschätzen nach Hause. Die nächste Pflanzentauschbörse ist auch schon geplant, sie wird am 12.10.24 stattfinden.


Pflanzentauschbörse am Samstag 13.4.2024

Foto: NABU/M.Rolshausen
Foto: NABU/M.Rolshausen

Hat Sie die Gartenlust auch schon gepackt -

jetzt wo die Tage wieder länger werden und uns die wärmenden Sonnenstrahlen nach draußen locken?

 

Vielleicht sprießen auf der Fensterbank schon die ersten eigenen Aussaaten? Und in Ihrer Vorstellung können Sie den Sommer bereits fühlen, riechen und schmecken?

Ob Sie schon mit dem Gartenvirus infiziert sind oder sich einfach mal inspirieren lassen wollen, ob Sie einen eigenen Garten haben, Ihren Balkon begrünen oder einfach nur schon lange den Wunsch haben, sich aktiv für mehr Artenvielfalt einzusetzen - auf unserer bald wieder stattfindenden Pflanzenbörse ist viel geboten:

  • Setzlinge, Stauden, Sträucher, Kräuter, Samen, etc., - falls Sie Pflanzen und Samen übrig haben, können Sie diese dort tauschen oder einfach nur weitergeben
  • am Büchertisch in ausgewählter Fach- und schöner Sachliteratur blättern
  • entspannter Austausch unter Pflanzen- und Naturfreund:innen
  • fröhliches Zusammensein auf der Streuobstwiese
  • der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Wir freuen uns auf Sie!

NABU Renningen-Malmsheim in Kooperation mit NABU Weil der Stadt.

 

Wann: Samstag, 13.04.2024 14 bis 16 Uhr

Wo: Weil der Stadt, „Bienenwiese“ des NABU WdS am Ende der Lessingstrasse Richtung Biolandhof Riehle


Sumpfdotterblume

Sumpfdotterblume März 2024 Foto: NABU/I.Bücker
Sumpfdotterblume März 2024 Foto: NABU/I.Bücker

Oh, wie habe ich mich gefreut endlich mal wieder eine Sumpfdotterblume auf dem Weg zum Renninger See zu sehen.

Früher schmückte sie mit ihren fünf fettigglänzend-gelben Blütenblättern als „Butterblume“ vor allem nährstoffreiche Sumpfwiesen, Bruch- und Auenwälder. Sumpfdotterblumen lieben nasse Füße. Heute ist die Sumpfdotterblume selten geworden, weil immer mehr Feuchtwiesen trockengelegt und Bachläufe begradigt werden.
Aber unser Frühjahr war sehr feucht, darum können wir einzelne Exemplare jetzt draußen finden. Dabei sollten wir sie nicht mit Scharbockskraut verwechseln, das blüht auch gelb und ist jetzt viel auch an Bachrändern zu sehen.

 

Im Volksmund ist die mehrjährige Sumpfdotterblume auch unter der Bezeichnung „Butterblume“ bekannt, da sie früher zur Färbung von Butter genutzt wurde. Während ihrer Blühzeit von März bis Juni dient ihr Nektar vielen Insekten als Nahrungsquelle, insbesondere der Schwebfliege. 1999 war sie auch Blume des Jahres.

 

Haben Sie schon eine Sumpfdotterblume bei uns draußen gesehen? Teilen Sie es uns gerne mit, wir sammeln die Standorte in unserer neuen Flori App.

 


Nistkasten Reinigung und Bruterfolge

Auswertungstabelle Nisthilfen und Bruterfolge 2023 (Chr. Bücker)
Auswertungstabelle Nisthilfen und Bruterfolge 2023 (Chr. Bücker)

Im Anschluss an unsere Mitgliederversammlung hat Inge Apps für die Natur vorgestellt.

Dabei wurde unter anderem die Darstellung des Reinigungsstandes unserer Nisthilfen und deren Bruterfolge statistisch in einem Dashboard gezeigt.

Oben ist die Gesamtübersicht zu sehen.

Wir betreuen 347 Nisthilfen in und um Renningen und Malmsheim. Davon haben wir bis Anfang März 275 Kästen gereinigt (auch die Royal Rangers helfen jedes Jahr mit. Danke!). Man muss nicht alle diese Nisthilfen regelmäßig reinigen (z.B. einige Fledermauskästen). So hatten wir 87% unserer Nisthilfen bis Anfang März gereinigt. Vielen Dank an alle Helfer!

In dem oberen Teil links kann man pro Gebiet sehen, wie viele Nisthilfen "In Ordnung" oder zu reparieren sind. Im mittleren Teil oben erkennt man wie viele Kästen bisher gereinigt wurden.

Und ganz rechts oben findet man die Bruterfolge der Saison 2023/2024 mit den konkreten brütenden Arten, die wir an Hand des Nestes erkennen konnten. Interessant ist auch, dass nicht alle Meisen in Vogelnistkästen gebrütet hatten. Auch Fledermauskästen oder sogar Kobel werden von Meisen genutzt.

Mit diesen Zahlen ergibt sich ein Bruterfolg von 60%. Allerdings haben wir hier die Bruterfolge ins Verhältnis gesetzt zu allen gereinigten Nistkästen, auch den Fledermauskästen.

Weitere Infos zur Statistik beschreiben wir hier.


Mitgliederversammlung am 20.3.2024

Liebe NABU-Mitglieder und Freunde!

Wir laden herzlich zu unserer diesjährigen, ordentlichen
NABU Renningen-Malmsheim Mitgliederversammlung ein

am Mittwoch 20. März 2024 um 19.30 Uhr
im Restaurant „Lutz“,
Rankbachstr.49 in Renningen, Konferenzraum

Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:

  1. Begrüßung
  2. Gedenken
  3. Bericht 2023 (Vorstand, Kassierer)
  4. Bericht der Kassenprüfer 2023
  5. Entlastung Sprechergremium
  6. Ausblick 2024
  7. Verschiedenes

Weitere Anträge zur Tagesordnung können bis zum 10. März 2024 bei Inge Bücker (nabu@nabu-renningen.de) eingereicht werden, die Ihnen gerne auch für weitere Fragen zur Verfügung steht.

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung zeigt uns Inge Bücker Apps für die Natur.

 

Wir freuen uns über unsere NABU Mitglieder und auch über alle anderen Interessierten. Hier können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.


Bachputzete: Erfreulicherweise weniger Müll

Foto: NABU/HP. Kuhlmann
Foto: NABU/HP. Kuhlmann

Auch dieses Jahr trafen sich wieder gut 20 NABU-Aktive am Samstag an der Lämmerbrücke für die diesjährige Bachputzete.

 

Unser Gebiet ist traditionell die Strecke am Rankbach von der Rankmühle bis zur S-Bahnbrücke in Richtung Weil der Stadt und die umliegenden Wege und Straßenränder. Erfreulicherweise war es dieses Jahr deutlich weniger Müll als in den Jahren davor. So hatten wir 2023 mehr als 20 Müllsäcke voll gesammelt, während wir dieses Jahr „nur“ auf gut die Hälfte kamen. Hoffentlich hält dieser Trend auch in den nächsten Jahren an! Spektakuläre Funde waren dieses Mal nicht dabei, auffällig allerdings relativ viele kleine Schnapsflaschen, die vermutlich aus Autofenstern in die Natur geworden wurde sowie eine Ladung kleine medizinische Glasflaschen, die an der Lämmerbrücke entsorgt wurden. Warum kann man diese nicht an den kostenlosen Glascontainern oder im Wertstoffhof abgeben??

Abschließend wurde noch eine Stärkung am Bauhof eingenommen. Insgesamt war die Aktion wieder ein voller Erfolg. Vielen Dank an den Bauhof und die Mitarbeiter der Stadt für die Organisation und Verpflegung - wir werden im nächsten Jahr wieder dabei sein.

 

Bachputzete 2024 Foto: NABU/HP. Kuhlmann
Bachputzete 2024 Foto: NABU/HP. Kuhlmann

Rotmilan

Rotmilan Foto: Olaf Titko
Rotmilan Foto: Olaf Titko

Wer in den vergangenen Wochen hin und wieder draußen war und aufmerksam den Himmel beobachtet hat, dem ist bestimmt schon aufgefallen, dass einer unserer ganz besonderen heimischen Vogelarten langsam, aber sicher aus ihrem Winterquartier zurückkehrt. Der Rotmilan ist ein sogenannter „Teilzieher“, was bedeutet, dass er je nach Nahrungsangebot in Deutschland überwintert oder in seine Überwinterungsquartiere in Südfrankreich, Spanien und Portugal (seltener auch Nordafrika) zieht.

 

Erkennen kann man unseren drittgrößten heimischen Greifvogel an folgenden Merkmalen: Rotmilane besitzen eine markante Gabelung im Schwanz, aufgrund derer sie auch als „Gabelweihe“ bekannt sind. Darüber hinaus lassen sie sich an der rostbraunen Grundfarbe, dem grau-weißlich gefärbten Kopf und den im Flug von unten gut erkennbaren Handschwingen, die an der Basis weiß und außen im letzten Drittel schwarz gefärbt sind, erkennen. Gerade durch den weißlich grauen Kopf und seine Körperform erinnert der Rotmilan an einen Drachen, weshalb er im Englischen auch als „roter Drache“ bezeichnet wird.                                                                             

 

Weitere Informationen finden Sie hier.


Bach-, Stadt- und Flurputzete 9.3.2024

Bachputzete 2022 Foto: NABU/D.Piehler
Bachputzete 2022 Foto: NABU/D.Piehler

Wie in jedem Jahr ist es mal wieder Zeit für die gemeinsame Müllsammelaktion, um unsere Umwelt rund um Renningen und Malmsheim von achtlos weggeschmissenem Müll zu befreien. Die Stadt Renningen organisiert die Aktion

„Bach-, Stadt- und Flurputzete“ und wir vom NABU Renningen-Malmsheim sind natürlich auch dabei!
Wie gewohnt übernehmen wir den Abschnitt des Rankbachgeländes zwischen Malmsheim und Weil der Stadt!


Möchten Sie gerne an der Aktion teilnehmen und uns tatkräftig unterstützen? - Dann zögern Sie nicht lange, melden sich bei uns an unter nabu@nabu-renningen.de oder kommen direkt vorbei! Sie brauchen wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, Handschuhe und – sofern vorhanden – eine Greifzange. Wir freuen uns über jede helfende Hand!

Wann? am Samstag, den 9. März
um 9 Uhr
Wo? Am Lämmerbrückle 
(Straße Malmsheim Richtung Weil der Stadt, nach dem Wertstoffhof die Brücke unten auf der rechten Seite)
Mit dem Rad kommt man am besten über den Mühlberg.

Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen und unsere Gemeinde sauberer machen!


Nistkastenreinigung mit magischem Quiz

Was war das hier im Kasten? Foto: NABU/G.Bonau
Was war das hier im Kasten? Foto: NABU/G.Bonau

Am vergangenen Sonntag fand unsere zweite öffentliche Nistkastenreinigung statt und dieses Mal war das Auffinden, Bestimmen und Reinigen der Nistkästen verbunden mit einem richtigen Ratequiz: was werden wir wohl in diesem Nistkasten finden: die Spuren von Meisen oder anderen gefiederten Wesen, Mäusen, Siebenschläfer oder gar Hornissen?

 

Mit Feuereifer dabei waren 2 Teenager mit ihren Eltern, die schon sehr erfahren waren im Spurenlesen, denn sie hatten schon einmal teilgenommen bei einer Nistkasten-Reinigungsaktion des NABU.

 

Auch wenn die Trefferquote bei beiden Jugendlichen wirklich hoch war, so gab es doch tatsächlich einige Überraschungen: so fanden wir unter einem Meisennest ein kleines architektonisches Wunderwerk: ein verlassenes Hornissennest – ein großartiges Bild. Leider gab es bei einem Nistkasten auch tiefe Seufzer und traurige Blicke: ein verlassenes Meisennest mit Eiern und 3 kleinen toten Meisen – offenbar war den Eltern dieser Vogelkinder etwas zugestoßen und das ist ja wirklich traurig. Und dann – ja dann – hoppla- was war denn das: da hat sich doch etwas bewegt! Und tatsächlich hat in einem Nistkasten eine kleine Maus ihr Domizil aufgeschlagen und sich natürlich sehr erschreckt, als wir vorsichtig den Kasten öffneten. Und nach unserem ersten Schreck und der Aufregung haben wir selbstverständlich alles schnell wieder verschlossen und die kleine Maus in ihrer „Wohnung“ ganz in Ruhe gelassen.

 

15 Nistkästen wurden an diesem Morgen geöffnet, gereinigt, ausgetauscht und sorgfältig dokumentiert, wer in 2023 diese Wohnungsangebote angenommen und entsprechende Spuren hinterlassen hat – eine spannende und aufregende kleine Wanderung. Und die beiden jugendlichen Spurensucher waren mit ihrer Suche und natürlich ihren gewonnenen Preisen sehr zufrieden.Übrigens – wussten Sie, dass der NABU in Renningen/Malmsheim 346 Nistkästen betreut?

 


Mitmachen Nistkastenreinigung

Wir bieten einen Termin zur Begleitung bei der Nistkastenreinigung an. Hierbei können insbesondere Kinder, aber auch interessierte Erwachsene NABU-Mitglieder bei der Nistkastenreinigung im Wald begleiten und interessante Naturerfahrungen rund um die Nistkastenreinigung miterleben. Sie können einiges über den Nestbau und den Bruterfolg von Höhlenbrütern sowie weiteren möglichen Bewohnern von Nistkästen wie Siebenschläfer, Mäusen oder Hornissen erfahren. 

Wir bieten folgenden Termin an:

Sonntag, den 18.2.24

um 10.00 Uhr 

am Waldparkplatz Hardtwald (an der Straße Renningen-Rutesheim direkt am Waldrand links)

Eine Anmeldung ist nicht nötig, wir freuen uns aber, wenn Sie uns eine kurze Mitteilung an nabu@nabu-renningen.de schicken.  

 


Rückschau Pilzvortrag Dr. Flavius Popa

Foto: NABU/D.Piehler
Foto: NABU/D.Piehler

Am vergangenen Freitag (2.2.24) fand der Vortrag von Herrn Dr. Flavius Popa zum Thema Pilze statt –das Interesse war überwältigend: fast 90 interessierte Zuschauer bzw. Zuhörer füllten den Raum bis tatsächlich zum allerletzten Platz und wurden von dem sehr lebendigen und mit beeindruckenden Bildern begleiteten Vortrag gefesselt.

 

Dr. Popa startete mit der Frage, was denn nun Pilze eigentlich seien  und illustrierte sehr anschaulich, wie schnell sie in unserem Alltag verwechselt werden mit Flechten oder anderen Pflanzen. So verwies er z.B. auf den falschen Mehltau, der in Wirklichkeit kein Pilz, sondern – hoppla - eine „wild gewordene Braunalge“ (Dr. Popa) sei.

 

Und solche Verwechselungen passieren schnell, zum einen, weil Pilze so viele verschiedene Wachstumsformen haben: vom Einzeller bis zum Vielzeller, zum anderen aber auch, weil diese so artenreiche Lebensform noch kaum erforscht ist. So gibt es weltweit bei einer geschätzten Anzahl von 1,5-5 Millionen Pilzarten gerade mal 150.000 beschriebene und damit erforschte Arten.

 

Und das, obwohl sie eine auch für uns Menschen zentrale Rolle im Ökosystem spielen und ein vermutlich riesiges Potential zur Lösung von medizinischen und Umweltproblemen darstellen. Das sind klare Aussagen der Wissenschaften, und das, obwohl wir noch so wenig von diesen artenreichen Lebewesen wissen.

 

Zu den Ökosystemleistungen, die die Pilze erbringen gehört das Recyceln: viele Pilze ernähren sich von abgestorbenen Substanzen, also auch Totholz. Und dazu eine klare Aussage des Referenten: „ohne Pilze würden wir in Totholz versinken“. Eine andere Leistung ist die Kooperation mit anderen Lebensformen: so könnten etwa Rinder ohne ihre fleißigen Pilzhelfer im Pansen ihre Nahrung nicht verdauen. Und die dritte genannte Ökoleistung wird durch parasitische Pilze erbracht. Einige davon bilden dadurch Stoffe, die in der Medizin heilende oder sogar lebensrettende Wirkung haben; die Metalle zersetzen können und  - ja, lebenden Organismen auch heftig zusetzen können.

 

Diese kleinen Beispiele zeigen, in welchem Umfang Pilze unsere Ökosysteme tragen und unterstützen und erlauben den klaren Hinweis: „Natur wäre ohne sie nicht denkbar“.

 

Auf diesem Hintergrund kann man sich gut vorstellen, dass diese artenreiche und noch wenig erforschte Lebensform natürlich auch betroffen ist von den aktuellen Umweltbelastungen. Aber was genau das heißt, darüber kann die Wissenschaft wenig sagen: wie auch, wenn etwas ausstirbt, das noch nicht bekannt ist. Momentan gibt es offenbar eine erste Pilzart (in Tibet, wichtig für die chinesische Medizin), für die dokumentiert  ist, dass Lebensraumveränderungen das Aussterben bewirken.

 

Um so wichtiger ist der Schutz von Lebensräumen für alle darin lebenden Arten inklusive der Pilze. Das gehört ja auch zu den Aufgaben des Nationalparks Schwarzwald, den Forschungsaufgaben von Dr. Popa und Kollegen in den Bereichen des sich selbst überlassenen Waldes. Denn – und das sehen wir als das Fazit dieses spannenden Vortrages - „Wenn es den Pilzen schlecht geht, schaut die Natur in die Röhre“  (Dr. Popa)

 


Pilzvortrag am 2.Februar 2024

Das Reich der Pilze

schlecht erforscht und kaum geschützt

 

Herzliche Einladung zum Vortrag

am 2. Februar 2024 um 19:30 Uhr

Haus am Rankbach, Eingang Kleine Gasse/Brückenstr.

 

Pilze sind mehr als Steinpilz und Champignons. Ihre Bedeutung für unsere Ökosysteme und Ihre Vielfalt ist vielen unbekannt, jedoch von unschätzbarem Wert. Selbst heute wissen wir immer noch (zu)wenig im Vergleich zu anderen Artengruppen und Pilze spielen im Naturschutz keine große Rolle. In diesem Vortrag möchte ich in die Welt der Pilze einführen und Anhand von Beispielen aus dem Nationalpark Schwarzwald Ihre Vielfalt, ökologische Rolle und Naturschutzaspekte erläutern.   
Dr. Flavius Popa, Biologe mit Schwerpunkt Mykologie. Biologiestudium mit anschließender Promotion an der Philipps-Universität Marburg. Seit 2016 Sachbereichsleiter für Mykologie & Bodenökologie im Nationalpark Schwarzwald.

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


Stunde der Wintervögel

Jede Beobachtung zählt:

Vom 5. bis 7. Januar 2024 findet wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. NABU und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz LBV rufen dazu auf, im Winter fleißig Vögel am Futterhaus zu zählen und zu melden. Helfen Sie uns dabei, einen möglichst genauen Einblick in die Vogelwelt in Deutschland zu gewinnen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.


Tipps zur Winterzeit - Streugut

Schnee und Glatteis auf den Gehwegen bedeuten Rutschgefahr, sodass Streumittel jetzt Hochkonjunktur haben. Aufgrund der umweltbelastenden Auswirkungen sollte hier jedoch auf Streusalz verzichtet werden:

Das Salz gelangt über den Boden in die Pflanzen und verändert dort den  Nährstoffhaushalt. Die Folgen zeigen sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn salzgeschädigte Straßenbäume trotz ausreichender Niederschläge allmählich vertrocknen. Nicht nur Pflanzen leiden unter dem Salz. Viele Tiere entzünden sich am Streusalz die Pfoten. Außerdem kann das Salz zur Versalzung des Grundwassers beitragen. Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz auch ökonomische Schäden wie die Korrosion an Brücken und Kraftfahrzeugen.

 

Stattdesssen empfiehlt sich die Verwendung von salzfreien, abstumpfenden Streumitteln wie Granulate, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen erfüllen, das Umweltzeichen "Blauer Engel - weil salzfrei" vergeben. Hat das Streugut seinen Zweck erfüllt, solltest du dieses zusammenkehren und für den nächsten Einsatz aufbewahren.
Weitere Informationen zu den Produkten mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ sowie die Vergabekriterien des Umweltzeichens finden Sie unter diesem Link.