Aktuelles

Jeden ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr NABU Treff im  Restaurant Lutz am Sportpark in Renningen.
Zu Beginn besprechen wir gerne Ihre Fragen, Kommentare und Anregungen.

Insektensommer: Zählen was zählt! Exkursion

Samstag, 1. Juni 14 Uhr

Beobachten Sie zusammen mit uns das Summen und
Brummen und werden Sie Teil der bundesweiten
NABU Meldeaktion für Insekten. Zusammen mit
Sabine Holmgeirsson vom NABU Weil der Stadt

 

Treffpunkt: Parkplatz S-Bahn, Malmsheim, Calwer Str.
Kosten: kostenfrei, über eine Spende freuen wir uns

Naturnahe Gärten und Balkone

Plakat: Nicole Hame
Plakat: Nicole Hame

 

Möchten auch Sie eine naturnahe vielfältige Wohlfühloase aus Ihrem Garten oder Balkon machen?

 

Wenn Sie sich den Vortrag `Naturnahe Gärten und Balkone` des Direktors des Blühenden Barocks Ludwigsburg Herrn Volker Kugel am 17.05. angehört haben, konnten Sie sicherlich einige gute Tipps für sich mitnehmen.

 

Der NABU Renningen-Malmsheim und der NABU Weil der Stadt hatten Volker Kugel gewinnen können, viel Interessantes zu dem Thema zu erläutern.

 

 

 

 

Foto: NABU/M.Riechert
Foto: NABU/M.Riechert

Mit ca. 160 Interessierten war der Vortrag sehr gut besucht. Herr Kugel erwähnte zu Beginn, dass früher auch die Gärtner zu viel Gift ausgebracht haben. Mittlerweile gibt es einige sehr gute biologische Mittel - auch Herbizide (Unkrautbekämpfungsmittel).

 

Die Vielfalt an diversen Pflanzen, die bei der Gartengestaltung verwendet werden, hat in den letzten 20 Jahren zugenommen.

 

Herr Kugel zeigte mitgebrachte Stauden und einjährige Pflanzen, die hervorragend geeignet sind, um sie in unseren Gärten zu verwenden, da sie regelrechte `Insektenmagnete` darstellen und sie in die Ökosysteme unserer Gegend passen. Wenn man die Sache ganz ernst nimmt und wirklich richtig naturnah gärtnern möchte, dann dürften `nur` heimische Pflanzen gepflanzt werden. Wir haben dann eine Auswahl von z.B. 12 Sträuchern. Seiner Meinung nach aber heißt naturnah: bunt und vielfältig. Bemängelt hatte er, die mittlerweile überall zu findenden, mit Schotter gefüllten, Vorgärten. Er plädiert: Rasenflächen in blühende Wiesen umzuwandeln. Die Mössinger Samenmischung hält er für sehr geeignet und diese enthält nicht nur Samen von heimischen Pflanzen.

 

Nachdem er erklärte, wie eine Blühwiese angelegt wird, wies er darauf hin, dass bis zu 50 % der Wildbienenarten in Mauerritzen, Steinhaufen und im Erdreich für Nachkommenschaft sorgen. 

 

Er erwähnte, dass folgende Pflanzen ganz gut geeignet sind, um das Überleben von Insekten zu sichern:

 

Sommerflieder, Kornelkirsche, Ginster, Eichblättrige Hortensie, Efeu in Altersform (siehe Friedhof in Malmsheim am unteren Eingang gleich auf der rechten Seite), Bartblume, Buschklee, Wandelröschen (nicht winterhart), Lavendel, Goldlack, Löwenmäulchen, Wiesensalbei, Katzenminze, Schafgarbe, Flockenblume, Staudenlein, Goldmarie (Balkonpflanze des Jahres), Eisenkraut und Zauberschnee.

 

In ortsansässigen Gärtnereibetrieben gibt es eine gute Auswahl. Wichtig ist auch: Die seit Jahrzehnten in Balkonkästen verwendeten Geranien besitzen keinen Nektar!

 

Foto: NABU/M.Riechert
Foto: NABU/M.Riechert

Er führte an, dass keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden sollen. Die Alternative: Kaliseife, Neudosan (dieses Mittel ist im ökologischen Landbau zugelassen), Neemöl, allgemein Ölpräparate, z.B. auch Rapsöl und der Zusatz von 1 bis 2 Tropfen Spülmittel oder Spiritus bringen eine gute Wirkung hervor.

 

Geben Sie nicht auf, wenn Schädlinge nach der Behandlung nach ca. 14 Tagen wieder vorhanden sind. Spritzen Sie abermals, da der erneute Befall daher rührt, dass den Eiern der Schädlinge die erste Behandlung nichts ausgemacht hat und sich somit die saugenden und beißenden Insekten entwickeln konnten.

 

Zur Bekämpfung von wilden Brombeeren gab er den Tipp, Pelargonsäure zu verwenden. Nach der Anwendung kommt es zu einem unkontrollierten Zellenwachstum und die Brombeeren `wachsen sich tot`.

 

Vielleicht lag es an der Anwesenheit des Bürgermeisters, dass Herr Kugel noch hinzufügte, Ausgleichsflächen, wie z.B.  Streuobstwiesen sind ein Kulturgut und müssen gepflegt werden.

 

 

Fadenwürmer (Nematoden) sind geeignet, um Larven im Boden zu bekämpfen.

 

Zur Düngung: organisch-mineralische Dünger, vegane Dünger und Kompost sind ausreichend genug. Herr Kugel schwört auf Schachtelhalmjauche, gerade in Gemüsebeeten.

 

Zum Schluss seines Vortrages gab er noch einen tollen Hinweis auf die Bienen App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) für Bienenfreunde. Dort finden Sie ein Lexikon mit mehr als 130 bienenfreundlichen Pflanzen.

 

 

 

Die Zuhörer waren begeistert und auch im Anschluss hat Herr Kugel noch all ihre persönlichen Gartenfragen beantwortet.

Mitgliederversammlung 2019

Foto: NABU/Hans-Peter Kuhlmann
Foto: NABU/Hans-Peter Kuhlmann

Am Freitag, den 12. April fand die Mitgliederversammlung des NABU Renningen-Malmsheim statt.

 

Gleich zu Beginn wurde unser schon 32 Jahre AKTIV tätiges Mitglied Jochen Breutner-Menschick geehrt. Toll und Danke, dass Du so gut wie von Anfang an dabei bist und uns immer wieder in allen Aspekten rund um die Natur unterstützt.

 

Es wurden zwei zusätzliche Personen ins Sprechergremium aufgenommen, so besteht unserer „Vorstand“ jetzt aus:

 

  • Udo Schäfer – Kontaktperson
  • Inge Bücker
  • Hansi Riedling
  • Hans-Peter Kuhlmann
  • Martina Riechert - Medien
  • Renate Lutz – Kassiererin

 

Die neuen Kassenprüfer sind: Luciana Kröseler und Wolfgang Hirmer.

 

Im Anschluss an unsere Sitzung hält Peter Oesterle noch einen interessanten und informativen Vortrag über Wildbienen. Er zeigt selbstgeschossene Bilder aus seinem Garten und berichtet sehr lebhaft über seine Beobachtungen. Äußerst beeindruckend waren seine Videos. DANKE Dir, Peter!

 

Einsatz bei der Bach- und Flurputzete

Foto: NABU/M.Riechert
Foto: NABU/M.Riechert

Logisch, dass auch wir vom NABU aus mit dabei waren.

 

Am 16.03. trafen wir acht NABU- Mitglieder uns um 09:00 Uhr am Lämmerbrückle und haben mit dem Entfernen von Unrat begonnen. Auf der einen Seite des Rankbachs waren Richtung Weil der Stadt schon die Sechstklässler der Bio- AG des Gymnasium Renningen unterwegs, somit starteten wir auf der anderen Seite des Bachs und der zweite Teil von uns lief von der Kuppe Richtung Weil der Stadt aus am Berg entlang zum Treffpunkt am Lämmerbrückle.

 

Als wieder fast alle Helfer/innen am Sammelplatz waren, tauschten wir uns über gefundene Dinge aus. Dieses Jahr waren dabei: ein Schädel (wahrscheinlich eines Hundes), ein Gehörn eines Rehbockes, zwei Koffer und ein Teppich. Ansonsten waren die üblichen Abfälle vorhanden: Flaschen, Dosen, Papier, Plastiktüten, Zigarettenkippen …

 

Übrigens: Teile von Tieren müssen an der Fundstelle liegen gelassen werden.

Positiv ist, dass die Verschmutzung insgesamt geringer war, als in den Vorjahren.

Amphibienwanderung

Bald geht es los mit der Amphibienwanderung. Dieses Jahr gibt es das erste Mal einen Amphibienzaun an der Strasse Renningen - Rutesheim (oben sieht man die Aufbauaktion des NABU Leonberg mit dem NABU Renningen-Malmsheim).

Und bald geht es dann mit dem aktiven Schutz los.

Möchten Sie mitmachen?

Am besten melden Sie sich direkt bei Frau Astrid Grauel vom NABU Leonberg Tel.-Nr. 0176 24 74 21 31 (auch über WhatsApp möglich).

Die Welt der heimischen Amphibien

 

Am Freitag, den 15. Februar besuchte uns Thomas Köberle, Geschäftsführer des LEV Enzkreis e.V., und erzählte uns Geheimnisse aus der Welt unserer einheimischen Amphibien.

 

Sie möchten mehr wissen? Gerne hier geht's lang.

 

Und wenn Sie auch an einheimischen Reptilien interessiert sind, gibt es hier wissenswertes.


Nistkästen am Rankbach gereinigt!

NABU-Mitglieder stehen im Wasser und das im Winter!

 

Aktion zur Reinigung der Nistkästen für Wasseramseln und Bachstelzen - Warum so früh im Jahr?

 

Ganz einfach: Wasseramseln sind keine Zugvögel und beginnen somit sehr früh mit dem Nestbau.

Aus dem Grund fand am 26.01.2019 die diesjährige Aktion zur Reinigung der Nistkästen am Rankbach statt. Ausgestattet mit Wathosen, Gummistiefeln, Leitern und Werkzeug reinigte ein Teil unserer aktiven NABU-Mitglieder (siehe Bild) insgesamt 14 Nistkästen.

 

Haben Sie eigentlich bewusst schon den einen oder anderen Kasten mit der Öffnung in Fließrichtung des Rankbachs  wahrgenommen? Fünf davon waren belegt. Nistkästen anzubringen macht viel Sinn, da Wasseramseln geeignete Nistplätze suchen. Sie nisten unter oder im Bereich von Brücken. Früher, als die Brücken teilweise alt und baufällig waren, besaßen sie Nischen durch herausgefallene Steine, worin die Wasseramseln ihre Nester bauen konnten. Nun sind viele Brücken saniert oder neu gebaut worden.

Nester vom Rankbach Foto: NABU/I.Bücker
Nester vom Rankbach Foto: NABU/I.Bücker

Beispielhaft sind hier vier Nester zu sehen, die wir in den Nistkästen gefunden haben.

 

Die ersten zwei Nester wurden vermutlich von jeweils einem Bachstelzenpaar gebaut, eines stammt von einer Meise und das hinterste vom Sperling. Auch nasses Moos von einer Wasseramsel haben wir in einem Kasten gefunden.

 

Im zeitigen Frühjahr 2018 hatten NABU-Aktive die Kästen auch gereinigt. Nun hat die Gruppe auf Grund der damaligen Reinigung ein Indiz dafür, dass fünf Kästen 2018 neu belegt wurden.

 

Ja, zur Belegung: Es fiel auf, dass die Nistkästen in den Bereichen außerhalb des Stadtzentrums belegt waren. Haben Sie schon Wasseramseln am Rankbach in der Nähe der Ortskerne beobachten können? Wenn ja, freuen wir uns über Ihre Mitteilung, gerne an nabu@NABU-Renningen.de.

 

An dieser Stelle noch eine komische Begebenheit: Im Nistkasten unter der kleinen Brücke am Renninger Friedhof wurde ein Zettel gefunden. Waren da Geocacher unterwegs? Die Vermutung hatte sich bestätigt, da nach Recherchen ausfindig gemacht werden konnte, dass zwei Personen aus dem Nordschwarzwald, deren Namen mit Datum 20.07.2018 auf dem Zettel standen, dieses Hobby betreiben. Wie aber gelangte der Zettel in den Nistkasten? Stellte sich die Person direkt ins Bachbett, um an den Kasten zu gelangen? Fand ein Vogel den Zettel und legte ihn in den Kasten? Wenn ja, warum?

 

Und nun noch ein Thema, dass uns NABU-Mitglieder selbstverständlich sehr freut: Wasseramseln kommen nur dort vor, wo das Wasser sauber ist. Und am Lämmerbrückle (kleine Brücke rechterhand zwischen Malmsheim und Weil der Stadt) ist der Kasten bereits durch Wasseramseln bezogen worden.

 

Dem aufmerksamen Spaziergänger sind sicherlich die Kästen unter Brücken schon aufgefallen. Gut zu sehen sind sie unter der Nord-Süd-Straße, wenn man an der Kläranlage südlich vorbei und im Bereich der damaligen Baumaßnahme zum Hochwasserschutz entlangläuft, dort hängt ein Wasseramselkasten (Eingang von unten) und eine Halbhöhle (große Öffnung vorne).

 

Wasseramseln sind die einzigen Singvögel, die echte Wasservögel sind. Sie leben an fließenden Gewässern und können mit ihren kurzen Flügeln gut schwimmen und tauchen und mit ihren flachen Augen über und unter Wasser gut sehen. Sie ernähren sich von Wasserinsekten und kleinen Krebstierchen, die sie vor allem tauchend (bis zu 30 Sekunden und bis zu einer Tiefe von 1,5 m)  erbeuten. Mit Hilfe der Strömung lassen sie sich auf den Wassergrund drücken.

 

Bachstelzen kann man mit ihrem schwarz-weißem Gefieder, dem schnell trippelndem Gang, den ruckartigen Kopfbewegungen und ihrem langen, wippendem Schwanz kaum verwechseln. Sie bewegen sich am Boden schreitend oder laufend fort, gerne auch in der Nähe von Gewässern.

 

Wir helfen selbstverständlich auch diesen interessanten Tierarten und bieten ihnen durch die Nistkästen gute Voraussetzungen, um erfolgreich brüten zu können.

Stunde der Wintervögel

Vom 04. bis 06. Januar 2019 rufen NABU und LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern) zum neunten Mal zur bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ auf. Neben den Standvögeln, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich auch zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Über 136.000 Vogelfreunde haben sich 2018 an der Aktion beteiligt und Zählungen aus über 92.000 Gärten übermittelt – ein neuer Rekord.

 

Apropos Rekord: Ziel ist nicht, möglichst viele Vögel zu beobachten, sondern ein realistisches, über die Jahre vergleichbares Bild zu erhalten. Gezählt werden kann zu einer beliebigen Tageszeit. Dabei wird von jeder Art die höchste Zahl von Vögeln notiert, die sich während der Stunde gleichzeitig beobachten ließ. Das vermeidet Doppelzählungen. Dabei zählen auch Vögel, die sich im Garten nicht niederlassen, sondern ihn nur überfliegen.

 

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des NABU unter Stunde der Wintervögel. Dort entdecken Sie auch ein Lernvideo zum Vögel bestimmen, den Flyer zur Aktion mit Nennung der Preise zum Gewinnspiel, den Meldebogen und die Zählhilfe.

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn aus der Gemarkung Renningen auch einige Meldungen eingehen würden.

Machen Sie uns stark

Online spenden

Naturschutzjugend

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene machen "action for nature" Mehr