Nächster NABU Treff ist am 1. Juli um 19:30 Uhr in Anna's Taverne/Schnoggatreff in Malmsheim.
Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr zum NABU Treff im Sportpark Restaurant in Renningen, Rankbachstr.49 oder in
Anna's Taverne/Schnoggatreff in Malmsheim, Albstr.14. Bei Interesse kann jeder einfach kommen oder sich anmelden mit einer
E-Mail an [email protected].
NABU Naturtelefon 030-284984-6000 (Mo-Fr 9-16 Uhr)
Immer wieder erreichen uns Anfragen was zu tun ist, wenn Vögel verletzt sind, junge Vögel aufgefunden werden oder sonstige Tier-Notfälle eingetroffen sind.
Hier gibt es viele Kontakte, Hinweise und Tipps.
Einblick in die Wunderwelt der Insekten
Dieser Vortrag von Michael Kast von den „Schlammbrüdern Eltingen“ liefert einen Einblick in die faszinierende Welt von Raupenfliegen, Schwebfliegen, Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen und vielen weiteren Arten.
Unsere Exkursion im letzten Jahr hat auf Grund des Wetters dreimal nicht stattfinden können, so gibt es jetzt einen Vortrag zum Thema.
Herzliche Einladung
zum 3. Juli 2026
um 19:30 Uhr
im Haus am Rankbach, Saal, Schwanenstraße 22, 71272 Renningen
Liebe Naturfreunde,
auch dieses Jahr wollen wir wieder interessierten Bürger eine Führung durch die von uns betreuten Biotope in Malmsheim anbieten. Wir zeigen die biologische Vielfalt der Flora und Fauna der Biotope am Mühlberg. Dazu gibt es auch Informationen über die Entstehung der Biotope. Die Dauer beträgt ca. 2 – 2,5 Stunden, festes Schuhwerk ist notwendig.
Die Führung findet am Samstag, 27.6., um 14.00 Uhr statt.
Treffpunkt ist vor dem Wertstoffhof in Malmsheim.
Lange Jahre waren invasive Arten hauptsächlich Experten bekannt. In den letzten Jahren haben einige von ihnen aber auch die Schlagzeilen der Tagespresse erobert, so die Tigermücke oder invasive Ameisen in Kehl und anderen Städten. In dem Vortrag will der Referent einen Überblick über gefährliche invasive Arten geben und auch, soweit möglich, auf Bekämpfungsmöglichkeiten hinweisen.
Herzliche Einladung zum Vortrag
am 18. Juni
um 19:30 Uhr
im Haus am Rankbach, Schwanenstr.22
Kostenfreier Eintritt, Spenden willkommen.

Es war die 2. Beprobung des Maisgrabens, unsere „kleine“ Besucherin vom letzten Mal stand morgens da, voller Tatendrang und konnte kaum abwarten wieder einen festen Platz beim Vorsortieren der Proben einzunehmen. Doch dann, als nachmittags Besucher kamen, explodierte ihre Begeisterung für diese Arbeit förmlich: einer gleichaltrigen Jugendlichen (offenbar kannten die beiden sich schon) zeigte sie alles und überschüttete sie fast mit all den vielen faszinierenden Informationen, hier ein Blick durch das Binokular, dort ein Blick in die Gläser mit einigen gesammelten Larven, und dann hier mit Pipette diese Larve – und schon standen da zwei Jugendliche mit strahlenden Augen und sprühender Begeisterung …
Doch halt – worum ging es hier eigentlich? Wie gesagt, es war die Untersuchung eines Abschnittes unseres Maisgrabens. Ein Abschnitt, an dem vor einigen Jahren einige Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt worden waren und wir – die Renningen-Malmsheimer Gruppe aus NABU und 1. ACR – wollten nach wissenschaftlichen Kriterien im Rahmen eines bundesweiten Citizen Science Projektes diesen Abschnitt am 9. Mai untersuchen (unseren Bericht zur Untersuchung eines anderen Teiles des Maisgrabens am 18.4.2026 können Sie hier weiter unten nachlesen).
Wir waren alle sehr gespannt, was uns an diesem Tag an genau diesem Abschnitt unseres kleinen Fließgewässers erwarten wird.

Die Randbedingungen waren großartig – wunderbares Frühlingswetter, Sonnenschein und schon konnte gleich das erste Team, das die Proben aus dem Bach nehmen sollte, starten. Die Probenentnahme ist genau definiert: wieviele Proben, an welchen Stellen, mit welchen „Werkzeugen“ und exakt, wie die Probenentnahme durchgeführt wird. Das alles wurde vorher in einer Gewässerstrukturuntersuchung sorgfältig vorbereitet und das Team in Wathosen wurde von einem Teammitglied am Ufer durch die unterschiedlichen Passagen begleitet und unterstützt. Wir wussten schon, dass man bei schlickreichem Untergrund tief einsinken kann, so bis zu ca. 40 cm. Aber hier an einer Stelle öffnete sich der Untergrund im Bach förmlich und ein Teammitglied versank mit einem Bein fast 60-70cm tief im Schlamm. Nach dem ersten Schreck – gar nicht so einfach, aus so einer schlammigen „Umarmung“ wieder freizukommen. Und glücklicherweise war das nur an einer Stelle. Die nächste Herausforderung war die 20 Proben in Eimer zu geben und dem am Ufer stehenden Teammitglied zu übergeben – und das bei einer ziemlich steilen Böschung und teilweise gar nicht zugänglichem Bachzugang. Aber es gab viele helfende Hände, so dass all die vielen Probeneimer ihren Weg durch die unterschiedlichen Stationen machen konnten (beschrieben in unserem Artikel vom April).
Am frühen Nachmittag war das Team der Vorsortierer bereits fertig: dieser Teil des Maisgrabens hatte zwar viel Sand, Erde, Lehm am Gewässerboden, doch relativ wenig Schlick – „relativ“ verglichen an dem äußerst schlickhaltigen Gewässergrund unserer Beprobung im April. Die Lebewesen in einigermaßen klarem Wasser ausfindig zu machen ist natürlich viel einfacher als in einer wirklich schlammigen „Suppe“ (wie vor ca. 3 Wochen). Und so konnte sich ein Teil um die Besucher kümmern, die ab 14 Uhr kamen oder unterstützten die Feinbestimmer, die die gefundenen Tierchen bis auf Familien- oder sogar Artniveau genau bestimmten. Eine sehr diffizile Arbeit, die die kleinsten Unterschiede bei den gefundenen Larven wahrnehmen und klassifizieren muss – so waren wir natürlich auch sehr dankbar für die Unterstützung durch den
Makrozoobenthos-Experten Max Belz.

Gegen 17 Uhr waren dann alle Arbeiten abgeschlossen und wir konnten im wahrsten Sinne des Wortes unsere Zelte abbrechen – glücklich und schon auch ein bißchen erschöpft. UND – wir sind selbstverständlich alle sehr gespannt, wie nach dem Auswertungsprozess die Ergebnisse aussehen. Über die wir Sie hier gerne informieren.
Weitere Fotos auch finden Sie in unserer Bildergalerie.

Klimaschutz ist Naturschutz – so könnte man das Fazit des Info-Abends zusammenfassen mit dem Zusatz: und wir vor Ort in Renningen sind diejenigen, die alle Faktoren in diesem komplexen Themenfeld sorgfältig abwägen und die bestmögliche Entscheidung treffen müssen.
Ein spannender Abend zu einem wirklich bewegenden und wichtigen Thema: im gut gefüllten Saal im Bürgerhaus veranstaltete der NABU Renningen-Malmsheim im Rahmen der Renninger Aktionswoche für Gesundheit und Klimaschutz am 7. Mai einen Info-Abend zum Thema Windenergie und Naturschutz. Ein Thema, das noch zum Beginn des Jahres 2026 hochaktuell war und viele Menschen in Renningen intensiv beschäftigt hat. Die Planungen der Gemeinde im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes von Windkraftanlagen im Hardtwald mussten im Frühjahr aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung beim Projektpartner ABO Energy gestoppt werden. Nichtsdestotrotz bleibt die hochaktuelle Brisanz des Themas für uns alle bestehen und zu den Gründen und auch den Rahmenbedingungen für Windenergie wurden in dieser Veranstaltung Informationen gegeben und Fragen und Diskussionsbeiträge aus der Zuhörerschaft beantwortet.
Von der Stadtverwaltung nahmen die Bürgermeisterin Frau Hettmer sowie ihr Stellvertreter Herr Müller teil, weiterhin der Förster und die Klimaschutzmanagerin von Renningen.
Durch die Veranstaltung einschließlich der Fragerunde wurde von einem professionellen Moderator geführt. Die erste Referentin, Frau Fiona Schlecht, vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz (NABU/BUND) (einem Zusammenschluss von NABU und BUND auf Landesebene) fokussierte in ihrem Vortrag auf Grundlageninformationen zum Thema Windenergie: zentrale Aussage war ein klares „Ja“ zur Energiewende als Klimaschutz im Einklang mit der Natur – was konkret eine dezidierte Einzelprüfung für jeden Standort bedeutet.
Denn die Herausforderungen von Windenergie sind nicht nur Kollisionsgefahr für Vögel oder Fledermäuse, sondern selbstverständlich Flächenverbrauch und Störungen durch den Betrieb und natürlich auch der Stand der Technik: welche konkrete Windkraftanlage wird projektiert und damit auch: hat sie eine optimierte Abschaltung, die ein standortspezifisches Betriebsmanagement erlaubt.
Darüber hinaus gab sie einen Überblick über die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, den tatsächlichen Flächenverbrauch in Bau- sowie Betriebsphase und erläuterte sogenannte Tabuflächen im Wald insbesondere in Zeiten deutlicher Schädigung des Waldes durch den Klimawandel. Auch hier der deutliche Hinweis: wer den Wald schützen will, muss das Klima schützen.
Die Bürgermeisterin Frau Hettmer informierte kurz über den aktuellen Stand für Renningen: seit März 2026 wird an der Auflösung des Vertrages mit ABO Energy gearbeitet und der Möglichkeiten die Daten der Windmessungen nutzen zu können, da diese eine wichtigen Datenbasis für nächste Schritte darstellen.
Die zweite Referentin, Frau Alexandra Schnaars vom NABU Renningen-Malmsheim fokussierte auf der Basis der Informationen ihrer Vorrednerin klar auf die Konsequenzen der allgemeinen Randbedingungen konkret auf Renningen-Malmsheim und die geplanten Standorte im Hardtwald. Auch sie formulierte ein klares „Ja“ zur Energiewende als Klimaschutz, noch konkreter: auf Arten- und Naturschutz. Ein Vergleich der sogenannten Tabuflächen zeigte deutlich die Berücksichtigung von Naturschutz, ebenso wie das Schwerpunktvorkommen windkraftsensibler Arten und zeigte die möglichen Varianten einer naturverträglichen Umsetzung auf. Zum Konfliktpotential Artenschutz und Biodiversitätskrise erklärte sie, dass die Kartierung für den Hardtwald nicht abgeschlossen ist. Was letztlich auch vom konkret geplanten Typ der Windkraftanlage abhängig ist bzw. sein wird. Ein sehr komplexer Entscheidungsprozess, in dem unterschiedlichste Faktoren aus unterschiedlichen Kompetenzfeldern in Erwägung gezogen werden müssen. Was auch deutlich machte, wie wichtig eine gute und produktive Zusammenarbeit der Gemeinde mit Naturschutzverbänden war und ist.

Die letzte halbe Stunde stand für Fragen von interessierten Bürgern zu Verfügung, die ein breites Feld abdeckten: Auswirkungen von EU-Regelungen auf lokale Entscheidungsprozesse, PFAS-Beschichtung von Rotoren, Bedeutung von Niederschlagsmenge versus Sonnenstunden, unerwünschte Konsequenzen bei möglicher Insolvenz der Betreiber u.v.a.m.
Für diesen Teil standen neben den beiden Referentinnen auch Herr Peter Müller zur Verfügung. Herr Müller verwies speziell darauf, dass wir nicht nur unser Wissen und unsere Daten in einem solchen Planungs- und Entscheidungsprozess einspeisen müssen, sondern auch, dass die Tatsache, dass die geplanten Standorte auf stadteigenen Grundstücken liege, aufgrund des damit verbundenen weiteren Entscheidungsspielraums Vorteile bringt. Auch bei der Verpflichtung zu Abbau bzw. Rückbau könne die Stadtverwaltung durch sorgfältig sondierte Bürgschaften die Gemeinde vor Kosten schützen.
Interessant seine Einschätzung, dass Windenergie möglicherweise nur eine Übergangstechnologie darstelle und dass nach der üblichen Betriebszeit von 25-30 Jahren eine andere, bessere Technologie zur Verfügung stehen könnte.
Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung gab es für interessierte Bürger die Möglichkeit auf einer eher informellen Ebene mit den Referentinnen oder Herrn Müller ins Gespräch zu kommen – was auch intensiv genutzt wurde.
Ein spannender Abend zu einem wichtigen Thema – und wir haben uns sehr über die hohe Beteilung und das Interesse unserer Besucher gefreut. Ein bedeutsamer Faktor, wenn – wie die Bürgermeisterin in ihrer kurzen Info ausführte – die nächsten Schritte mit stärkerer Bürgerbeteiligung stattfinden sollen.
Hier finden Sie die gezeigte Präsentation.

Unser FLOW Team aus Aktiven des NABU Renningen-Malmsheim, Mitgliedern des 1. Anglerclubs Renningen e.V. und auch einige weitere Mithelfer*innen untersuchen wieder unseren Maisgraben.
Wir entnehmen Proben aus dem Wasser und bestimmen die kleinen wirbellosen Tierchen (mindestens bis auf die Familie) und zählen sie auch. Wir haben ein Team von „Vorsortieren“ und ein „Feinbestimmer“ Team. So werden wir Bachflohkrebse finden, Muscheln, Schnecken und z.B. Eintagsfliegenlarven. Besonders spannend ist es immer „kleine krabbelnde Stöckchen“ zu finden, das sind dann Köcherfliegenlarven. Sie bauen sich einen Köcher, in dem sie Ihren Körper schützen und laufen damit umher.
Mithilfe dieser Untersuchungen können wir Aussagen zur Wasserqualität machen.
Spricht Sie das an? Hätten Sie Lust, einmal bei einer Beprobung vorbeizuschauen – gerne mal durch ein Binokular eines dieser zauberhaften Wassertierchen zu sehen?
Wir führen am 9. Mai eine weitere Untersuchung des Maisgrabens durch.
Wenn Sie möchten, können Sie gerne zwischen 14.00 und 16.00 Uhr einmal vorbeischauen - oder vielleicht sogar mitmachen?
Sie finden uns östlich der B295 an der Maisgrabenbrücke am Feldweg (der Feldweg ist südlich der Bank an den 3 Birken Richtung Renninger See):

Der Ausbau der Windenergie stellt Kommunen und Regionen vor anspruchsvolle Abwägungen zwischen Klimaschutz, Energieversorgung und dem Schutz von Natur- und
Lebensräumen – insbesondere bei Projekten im Wald.
Fiona Schlecht vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz (NABU/BUND) gibt einen Überblick über zentrale fachliche Grundlagen zur Windenergie und beleuchtet
naturschutzfachliche Aspekte sowie Rahmenbedingungen bei Standorten im Wald.
Die Stadt Renningen informiert kurz über den aktuellen Stand des Projekts Windpark Renningen und stellt die nächsten Planungsschritte vor.
Herzliche Einladung zum Vortrag im Rahmen der Aktionswoche Gesundheit und Klimaschutz der Stadt Renningen
am Donnerstag, den 7. Mai
um 19 Uhr
im Bürgerhaus Renningen, Jahnstr. 20


Am Sonntag, 26. April, verwandelte sich die Kulturlandschaft rund um die Rankbachstadt in eine lebendige Entdeckerzone. Das vor zwei Jahren von engagierten Mitgliedern des NABU Renningen-Malmsheim, des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Malmsheim und der Streuobstpädagogen ins Leben gerufene Streuobstnetzwerk Renningen-Malmsheim hatte zum europaweiten Tag der Streuobstwiese eingeladen und bot an sieben Stationen spannende Einblicke in ein bedrohtes Paradies.
In diesem Jahr lag der Schwerpunkt des Festprogramms auf Aspekten, die insbesondere Familien mit Kindern ansprechen. Neben Pferdekutschen- und Trekker-Fahrten sowie einer „Schulklasse im Grünen“ wartete am Ende eine Tombola mit attraktiven Preisen auf die kleinen Besucher. Das Ziel der Veranstaltung: Das Bewusstsein für die heimischen Streuobstwiesen vor allem bei der jungen Generation zu stärken.
Das Wetter spielte wie schon im Vorjahr prächtig mit, und der Tag präsentierte sich mit wunderbarem Frühlingswetter. Damit die Wege für Familien mit Kindern und gehbehinderte Besucher nicht zu lang wurden, pendelten zwei Pferdekutschen zwischen den Standorten. Ein Schlepper mit Anhänger übernahm zudem einen Shuttle-Service zwischen den S-Bahn-Stationen Renningen-Süd und Malmsheim sowie zu den Stationen.
Im traditionellen Backhaus in Renningen emsige Betriebsamkeit wurden zahlreiche Obstkuchen – Zwetschgen-, Mirabellen-, vor allem aber Apfelkuchen – sowie duftende Brote und Wecken gebacken.
Der fertige Kuchen wurde am Nachmittag nach Malmsheim transportiert, wo er bei der Abschlussveranstaltung auf dem Gelände des OGV Malmsheim die Besucher erfreute.
Am Stand der beiden Streuobstpädagoginnen erkundeten junge Entdecker in einem „Klassenzimmer im Grünen“ die Natur mit allen Sinnen und lernten die Zusammenhänge des Ökosystems spielerisch kennen.
Die Imkerei, nur einen kurzen Spaziergang oder eine kleine Kutschfahrt entfernt, zog viele Besucher geradezu magisch an. Der dortige Imker ermöglichte einen direkten Blick in seine Bienenstöcke. Es wurden nicht nur Informationen zu Wild- und Honigbienen vermittelt, sondern die Gäste konnten das geschäftige Treiben im Inneren hautnah erleben. Besonders die Kinder waren von diesen Einblicken fasziniert.
Ein Highlight war auch der Lernort Natur (LENA). Die Kreisjägervereinigung Leonberg zeigte hier unter anderem, wie moderne Technik Leben rettet: Am Infostand wurde die Rehkitz-Rettung mittels Drohnen vor dem Mähen erklärt. Start und Landung einer Drohne konnten dabei live miterlebt werden.
An der Station des NABU wurde die ungeheure Artenvielfalt unserer Streuobstwiesen vorgestellt. Von schillernden Schmetterlingen über seltene Vogelarten bis hin zu Reptilien – hier erfuhren die Besucher vieles über unsere Tier- und Pflanzenarten, die dort zu Hause sind.
An der Station des OGV Malmsheim auf dem Mühlberg spielte das Thema Handwerk die entscheidende Rolle. Es gab Tipps zum Obstbaumschnitt, und die Kunst des fachgerechten Dengelns einer Sense wurde vorgestellt.
Im Vereinsgarten des OGV Malmsheim gab es ab 14:30 Uhr Kaffee und den frisch gebackenen Kuchen aus dem Renninger Backhaus.Das Team des OGV sorgte für das Wohl der zahlreichen Gäste. Bei der abschließenden Tombola gab es viele strahlende Gesichter, da jedes teilnehmende Kind einen Preis erhielt.
Die Finanzierung des Tages wurde maßgeblich durch die von der Landesregierung initiierte „Allianz für Beteiligung“ getragen.
Wir hoffen gemeinsam, dass dieser Tag dazu beigetragen hat, den Fortbestand unserer Streuobstwiesen für zukünftige Generationen sicherzustellen.
Weitere Infos auch auf der Seite des Streuobstnetzwerkes Renningen.

Am Samstag, den 18. April hat die Renningen-Malmsheimer Gruppe aus NABU und 1. ACR einen 100 m langen Streckenabschnitt unseres Maisgrabens untersucht, um den Zustand dieses kleinen Ökosystems erneut zu untersuchen. Das Team gehört zu bundesweit 107 Teams mit über 900 TeilnehmerInnen, die im Rahmen eines Citizen Science Projektes ganz gezielt kleine Fließgewässer nach wissenschaftlichen Kriterien untersuchen, um den ökologischen Zustand zu erforschen und zu dokumentieren – denn leider gibt es darüber kaum Informationen.
Bei strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen wurden die verschiedenen Stationen aufgebaut und gleichzeitig startete das Chemie-Team mit der chemischen und physikalischen Analyse für den ausgewählten Bachabschnitt – gefolgt von dem Team, das direkt aus dem Maisgraben nach fest definierten Schritten Proben aus dem Gewässergrund entnahm: gut gerüstet mit Watthosen und Kescher wateten die beiden durch den Bachabschnitt, jeder Schritt liess sie etwa 40 cm tief in den Schlick einsinken, was den Weg ganz schön kräftezehrend machte. Begleitet wurden sie von einer Koordinatorin am Ufer, die die Probenentnahmen steuerte und vor allem all die vielen Eimer bereithielt um die Proben entgegenzunehmen und zum nächsten Team zu bringen. Dort wurden erstmal alle Proben gesiebt, damit das nächste Team dann gezielt die in den Proben enthaltenen kleinen und kleinsten Lebewesen sammeln, zählen und sortieren konnten. In einer Probe waren sogar eine Reihe kleiner Fische – Stichlinge - , die wir natürlich sofort wieder in den Bach und damit in ihr Element zurückgebracht haben.
Die nächste Station: das sogenannte Makrozoobenthos-Team (Makrozoobenthos: mit bloßem Auge erkennbare wirbellose Gewässertiere, die im oder am Gewässergrund leben) hat die zeitlich und räumlich aufwendigste Sortierarbeit: mit speziellen Pinzetten und Pipetten werden die tlw. nur stecknadelkopfgroßen, sehr flinken und beweglichen Tierchen „gepackt“ und in vorbereitete und mit Wasser gefüllte Gläser vorab grob sortiert. Das mag einfach klingen, ist es aber nicht, denn Natur hält immer wieder reichlich Überraschungen parat. So entstand auch ein sehr lebendiger Austauschprozess zwischen den Teammitgliedern, die alle mit Begeisterung dabei waren.

Und dann ganz plötzlich, ein kleiner Schatten auf einer Schulter, der dann davonflog und einige Tische weiter auf eine Hand flog und für leuchtende Augen sorgte: eine kleine Schlammfliege, eines dieser zauberhaften Lebewesen, die wir als Larven in unseren Proben entdecken, sammeln und zählen durften – jetzt als erwachsenes Wesen, das das Larvenstadium bereits hinter sich gelassen hatte.
Erstaunt Sie das? Ehrlich gesagt, hätte keiner von uns je gedacht, dass eine kleine Fliege Glücksgefühle auslösen kann. Jedoch, wenn man die Chance hat mit dem normalerweise unsichtbaren Bereich eines kleinen Ökosystems und seiner ganzen Lebendigkeit in Kontakt zu kommen, verändert das doch vieles. So ist es auch unserer „kleinen“ Besucherin gegangen: eine Schülerin, die einfach interessiert und ein bißchen neugierig war und sich dann mit Hingabe und wirklich viel Geschick in das MakrozoobenthosTeam einreihte und bis zum Schluss dabei blieb.

Zum Nachmittag wurden dann die Gläser mit den gesammelten Tierchen dem Bestimmungsteam übergeben: deren Aufgabe war es die bis dahin eher grobe Einteilung nun auch differenzierter durchzuführen, mindestens nach Ordnung und Familie (ggf. auch Gattung und Art). Klingt einfach – ist es aber nicht: dazu brauchte es viel Schauen durch die Binokulare, Wälzen in Fachbüchern und unterschiedliche Bestimmungshilfen. Begleitet und unterstützt durch das Foto-Team, die dann von jeder gefundenen Art ein Foto mithilfe einer speziellen Kamera-anordnung macht, die die vom Binokular ermöglichte Vergrößerung fotographieren und damit dokumentieren kann. Auf diese Weise kann von den betreuenden Wissenschaftlern an der Uni genau geprüft werden, ob die Bestimmung und Einordnung korrekt ist.
Denn diese kleinen Lebewesen gehören zu den wesentlichen Indikatoren, die erlauben Aussagen zum Zustand eines Ökosystems zu geben. Und darum geht es: tief in die Lebendigkeit der uns umgebenden Natur einzutauchen und damit auch mehr zu lernen „was diese Welt im Innersten zusammenhält“ (J.W. von Goethe) und damit vielleicht auch besser zu verstehen, welchen Stellenwert und welchen Einfluß wir Menschen in diesem Feld der Lebendigkeit haben.
Weitere Fotos finden Sie in der Bildergalerie.
Spricht Sie das an? Hätten Sie Lust, einmal bei einer Beprobung vorbeizuschauen – gerne mal durch ein Bonikular eines dieser zauberhaften Wassertierchen mit seinen flinken Bewegungen zu sehen?
Wir führen am 9. Mai eine weitere Untersuchung des Maisgrabens durch: an einer anderen Stelle, an der vor Jahren Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Und wir sind sehr gespannt, was uns bei diesem Abschnitt erwartet.
Wenn Sie möchten, können Sie gerne zwischen 14.00 und 16.00 Uhr einmal vorbeischauen - oder vielleicht sogar mitmachen? Sie finden uns östlich der B295 am Maisgraben:


Am Sonntag, dem 26. April 2026, verwandelt sich die Kulturlandschaft rund um die Rankbachstadt in eine Entdeckerzone. Das Streuobstnetzwerk Renningen-Malmsheim lädt zum europaweiten Tag der Streuobstwiese ein und bietet an sieben Stationen spannende Einblicke in ein bedrohtes Paradies.
Vor zwei Jahren schlossen sich engagierte Mitglieder des NABU Renningen-Malmsheim, des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Malmsheim und erfahrene Streuobstpädagogen zusammen. Ihr Ziel: Das Bewusstsein für die heimischen Streuobstwiesen zu stärken. Zum diesjährigen Tag der Streuobstwiese haben sie ein Programm auf die Beine gestellt, das besonders Familien anspricht. Neben Pferdekutschfahrten und einer „Schulklasse im Grünen“ wartet am Ende eine Tombola mit attraktiven Preisen auf die Besucher.
Die 7 Erlebnis-Stationen im Überblick
Entlang der Route können große und kleine Forscher tief in den Kosmos Streuobstwiese eintauchen:
Mobil zwischen den Stationen
Damit die Wege für Familien mit Kindern und gehbehinderte Besucher nicht zu lang werden, pendeln zwei Pferdekutschen zwischen den Standorten. Ein Schlepper mit Anhänger übernimmt einen Shuttle-Service zwischen den S-Bahn-Stationen Renningen-Süd und Malmsheim und hin zu den Stationen. Über eine kleine Spende als Kostenbeteiligung freut sich das Netzwerk.
Ein Kulturerbe mit Zukunft
Seit 2021 gehören Streuobstwiesen zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Der Bestand schrumpft leider seit Jahrzehnten dramatisch. „Um diese wertvollen Lebensräume zu erhalten, müssen wir die Bewirtschaftung wieder attraktiver machen“, so das Netzwerk. Der einfachste Weg zu helfen? Regionale Streuobstprodukte kaufen und genießen!
Unsere Veranstaltung zum Tag der Streuobstwiese wird unterstützt von der Allianz für Beteiligung.
Weitere Informationen auf der Homepage des Streuobstnetzwerkes Renningen-Malmsheim.
Termin merken: Sonntag, 26. April 2026 – Wir freuen uns auf viele neugierige Gäste in Renningen und Malmsheim!


Am vergangenen Samstag fand wieder die Pflanzenbörse der NABU Gruppen Renningen-Malmsheim und Weil der Stadt statt.
Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen kamen im Laufe des Nachmittags über 40 interessierte und pflanzenbegeisterte Menschen auf dem Stadteilplatz Schnallenäcker in Malmsheim zusammen: viele Pflanzen unterschiedlichster Größe wurden mitgebracht: von Korkenzieher Hasel und Maulbeere über Hibiskus und vielen heimische Blühstauden bis zu Kräutern und Tomatenpflänzchen. Und sehr schnell fanden sich in diesem breiten Angebot spannende Tauschpflanzen für den eigenen Garten oder Balkon: sogar ein komplett mit Geranien bepflanzter Balkonkasten wechselte schnell den Besitzer. So wurden z.B. auch Kräuter wie u.a. Johanniskraut, Lungenkraut oder Nelken, Glockenblumen, Astern getauscht, ebenso wie Kugeldisteln, Eselsdisteln und natürlich auch Bärlauch, Oregano und Echte Kamille. Es war ein interessiertes und lebendiges Hin und Her und wir schätzen, dass insgesamt deutlich mehr als 100 Pflanzen gebracht und getauscht wurden. Dazu gab es wie immer ein attraktives Angebot an vielfältigen Samen von bienenfreundlichen Blühpflanzen und natürlich eine Menge Literaturtipps. In den ausgelegten Garten- und Pflanzenbüchern wurde gerne und ausgiebig geblättert und Informationen ausgetauscht.

Bei diesem tollen Wetter konnten natürlich viele Besucher – ebenso wie wir selbst – der nahegelegenen Eisdiele mit ihrem köstlichen Eis nicht widerstehen …
Zum Schluss hatten fast alle Pflänzchen neue Besitzer gefunden und die Besucher zogen alle zufrieden mit ihren neuen kleinen Pflanzenschätzen nach Hause.
Zu Ihrer eigenen Planung, wenn in einigen Monaten die Pflanzen alle üppig gewachsen und groß geworden sind: die nächste Pflanzentauschbörse für den Herbst ist auch schon geplant, sie wird am 26.9.26 in Weil der Stadt stattfinden, zu der wir Sie schon jetzt herzlich willkommen heißen.

In 2026 setzen wir unsere Arbeit im Rahmen eines Citizen-Science-Projektes in Renningen/Malmsheim fort. Wie schon in 2025 werden wir, eine Gruppe von Mitgliedern des NABU sowie dem 1.Anglerclub Renningen (1.ACR), am bundesweit stattfindenden FLOW-Projekt teilnehmen: was heißt das?
Citizen-Science-Projekt heißt, dass interessierte Freiwillige aus der Bevölkerung mit Unterstützung von Wissenschaft und Medien Daten sammeln und Untersuchungen durchführen. Konkret: Unter dem Motto „Fließgewässer erforschen und gemeinsam Wissen schaffen“ setzt sich das FLOW-Projekt seit 2022 für die Beobachtung und den Schutz von Fließgewässern ein und fokussiert dabei auf kleine Bäche oder Kleinflüsse, die bisher aus dem wissenschaftlichen Monitoring herausgefallen sind. Und das ist auch bitter nötig: Wussten Sie, dass nur 8% der (großen und mittleren!) Flüsse in Deutschland in einem guten ökologischen Zustand sind (Stand: 2022)? Und dass Daten zu kleinen Fließgewässern gänzlich fehlen?
Hier ein kleiner Rückblick. In 2025 standen wir erstmals vor der Frage: Wie bewertet man den ökologischen Zustand von einem kleinen Fließgewässer - und führten dann im April und im Mai an einer Stelle unseres Maisgrabens Beprobungen durch. Wozu ist das nötig?
Wir alle kennen den Verlauf größerer und kleinerer Fließgewässer, solche, die wir als Rinnsal bezeichnen würden, und auch solche, die mit Kraft und Würde ihren Weg durch die Landschaft mäandern. Fließendes Wasser hat viel Kraft: es kann Landschaften gestalten, Gestein zu Sand mahlen, Gebiete überschwemmen und mit Sedimenten bedecken. Aber Flussläufe können auch „sterben“, wenn ihre natürliche vitale Kraft in ein starres Korsett gezwängt oder massiv industriell genutzt wird oder beliebig Schadstoffe einfließen können. Mit Folgen, die wir praktisch täglich selbst erleben oder den Nachrichten entnehmen müssen: Verschmutzung, Fischesterben, katastrophale Überschwemmungen, Klimawandel, Artenverlust etc.
Die Merkmale eines vitalen Gewässers, wie sie auch für den Maisgraben gelten, sind zum einen die Wasserqualität, ein möglichst natürlicher Gewässerverlauf mit kleinen Verzweigungen und Inseln aus Pflanzen oder Steinen, unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen zum anderen aber auch das Leben im Wasser und am Wasser, also an den Gewässerufern.
Zum „Leben im Wasser gehören“ nicht nur Fische und Amphibien, sondern in hohem Maße Lebewesen am Gewässergrund: mit bloßem Auge sichtbare wirbellose Tiere (Makrozoobenthos genannt). Dazu gehören Lebewesen, die ihr ganzes Leben im Wasser verbringen wie Strudelwürmer, Muscheln, Schnecken und Egel; aber auch solche, die nur einen Teil ihres Lebens, nämlich die Larvenzeit, im Wasser verbringen und uns eher als Landlebewesen vertraut sind wie etwa Eintagsfliegen, Steinfliegen, Libellen etc. Und diese Lebewesen können wie Indikatoren zum Zustand des Ökosystems Fließgewässer genutzt werden: sie zeigen quasi die sensibelsten Reaktionen eines kleinen Ökosystems wie dem Maisgraben.
Das Ergebnis unserer Beprobungen in 2025 war ernüchternd: die Wasserqualität des Maisgraben war nur mäßig und das Ökosystem Maisgraben bedarf dringender Unterstützung, zumal hier Maßnahmen zum Hochwasserschutz angedacht sind und der Klimawandel die Negativfaktoren nur noch verstärken wird.
Aus diesen Gründen wird unsere Gruppe auch in 2026 wieder Beprobungen im Maisgraben durchführen – und das mit einem leicht veränderten Fokus: wir werden selbstverständlich die gleiche Stelle des Maisgraben zum Vergleich beproben wie in 2025, und zusätzlich eine zweite Stelle, an der vor einigen Jahren Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Denn das interessiert uns brennend: nicht nur der derzeitige Zustand, sondern vor allem auch die Frage, was wir tun können oder müssen, um dieses kleine Ökosystem im Herzen von Renningen und Malmsheim wirkungsvoll und nachhaltig zu stärken und zu schützen.
Und wie immer werden wir Sie selbstverständlich über die Beprobungen und natürlich etwas später über die Auswertungen informieren. Und wir hoffen sehr, dass auch Sie sich für diese spannenden Fragen begeistern können.

Auch in 2026 veranstaltet der NABU Renningen-Malmsheim, wieder in Kooperation mit dem NABU Weil der Stadt, eine Pflanzentauschbörse in Malmsheim auf dem Schnallenäckerplatz!
Daher schon jetzt als frühzeitige Information für alle leidenschaftlichen Pflanzenliebhaber: Pflanzentauschbörse heißt, hier gibt es Tausch- und Austauschmöglichkeiten an Pflanzen, Informationen und Anregungen zu Bepflanzung in Garten und auf dem Balkon. Und bitte: KEINE Zimmerpflanzen! Die Tauschbörse bezieht sich ausschließlich auf Garten- oder Balkonpflanzen.
Ab 14 Uhr können Sie überzählige Pflanzen selbst anbieten oder auch gerne einfach abgeben. Interessenten können mitnehmen, was ihnen gefällt und was ihre Pflanzenwelt bereichern wird. Eine wunderbare Möglichkeit für alle Garten- und Balkonfreunde überzählige Aussaaten von der Fensterbank, geteilte Stauden oder weitere Pflanzenschätze mit anderen zu teilen, weiterzugeben oder Anregungen für neue Pflanzen zu bekommen. Das umfasst Stauden, Setzlinge und Samen für alles, was die Pflanzenwelt bereichert und unterstützt.
Für einen regen Austausch mit anderen Pflanzenfreunden ist es sehr hilfreich, wenn mit den Pflanzen und ihrer Bezeichnung eine Kurzbeschreibung – vielleicht sogar mit einem Foto der Blüte oder Frucht – mitgebracht wird, denn nicht alle Pflanzen sind jedem bekannt.
Vielfalt in der Garten- oder Balkonbepflanzung ist nicht nur ein Genuß für unsere menschlichen Sinne, sondern in Zeiten von Klimawandel und Insektensterben ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Schönheit und der Schätze unserer natürlichen Umwelt.
Die NABU-Gruppen Renningen-Malmsheim und Weil der Stadt laden alle Pflanzenfreunde zu dieser Pflanzentauschbörse ein
Wo? Schnallenäckerplatz in Malmsheim (Nelkenstr. 64/66)
Wann? am 11. April 2026 von 14.00 Uhr bis ca.16.00 Uhr
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Pflanzenschätze!

Kennen Sie den Bachlehrpfad in Renningen und Malmsheim? Sie haben doch sicher schon die ein oder andere Tafel am Rankbach gesehen und auch gelesen.
Im Jahr 2005 wurde der Bachlehrpfad eröffnet. Der Arbeitskreis Natur und Umwelt der Renninger Agenda 21 hatte ihn konzipiert und verwirklicht. Maßgeblich beteiligt
war hier Joachim Polster. Er hat immer wieder Ideen für neue Tafeln eingebracht und diese in der Gruppe und mit dem Grafiker Wolfgang Maerzke verwirklicht. Die aktuellste Tafel trägt den Titel
„Gut versorgt am Rankbach“ (auch entworfen von Joachim Polster) und hängt seit kurzem an der neuen Mühlenresidenz.
Danke an die Bauhof Mitarbeiter, die sie im Januar von dem temporären Standort an der Rankbach Brücke Leonberger Straße an ihren endgültigen Standort umgezogen haben.

Seit Mitte letzten Jahres hat der NABU Renningen-Malmsheim nun die Betreuung des Lehrpfades am Rankbach übernommen.
Zunächst haben wir alle Tafeln und Hinweisschilder gesichtet und fotografisch festgehalten. Jetzt im Frühjahr startete die erste Putz- und Inspektionstour. Drei NABU Aktive trafen sich mit Putzeimer, Lappen und Schraubendreher am Start des Lehrpfades, an der Zufahrt zum Renninger Friedhof. Von hier aus ging es zu Fuß und mit Leiter von Tafel zu Tafel. Jede Tafel und jedes Hinweisschild wurde in Augenschein genommen, ist die Folie noch ok, oder gibt es Risse? Müssen Schrauben angezogen werden, ist der Inhalt der Tafel noch passend? Das alles wurde gleich vor Ort auch mit Fotos und ggf. nötigen Maßnahmen in unserer Rank-I App vermerkt. Geputzt wurde die Tafel natürlich auch, so dass alles wieder gut lesbar sein sollte. Auch die Stadt Renningen und dort vor allem der Bauhof wird weiterhin den Bachlehrpfad unterstützen.
Wer die Tafeln einmal digital anschauen möchte, kann das im „Virtuellen Heimatmuseum Rankbachtal“ auf der Homepage des Heimatvereins Rankbachtal e.V. tun.
Aber besser ist es natürlich bei einem Spaziergang und Sonnenschein. Vielleicht eine Idee für Ihren Osterspaziergang: am Rankbach entlang vom Friedhof in Renningen bis nach Malmsheim hinter dem Pflegeheim am Pfarrgarten, oder anders herum. Und wenn Sie alle 22 Tafeln lesen möchten, bringen Sie ein wenig Zeit mit.
Haben Sie Kommentare oder Anregungen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an [email protected]. Viel Spaß!


Auch dieses Jahr trafen sich trotz regnerischem Wetter 13 NABU-Aktive am Samstag an der Lämmerbrücke für die diesjährige Bachputzete. Unser Gebiet ist traditionell die Strecke am Rankbach von der Rankmühle bis zur S-Bahnbrücke in Richtung Weil der Stadt und die umliegenden Wege und Straßenränder. Erfreulicherweise hat sich der Trend fortgesetzt, dass zumindest in der Natur weniger Müll als in den Jahren davor herum liegt. Anders an den Straßenränder, da nutzen leider immer noch diverse Autofahrer diese als Mülleimer. So kam doch wieder eine zweistellige Zahl an Müllsäcken zusammen.
Auffällig waren ein Bildschirm, ein großes Autoteil, ein intakter Blumenkasten, ein alter Reifen und relativ viele kleine Schnapsflaschen, die vermutlich aus Autofenstern in die Natur geworden wurden. Und es gab einige Teile von Plastikfolien, die vermutlich bei Hochwasser in den Rankbach gespült wurden und sich dann irgendwo am Bachbett verfangen haben.
Abschließend wurde noch eine Stärkung am Bauhof eingenommen. Insgesamt war die Aktion wieder ein voller Erfolg. Vielen Dank an den Bauhof und die Mitarbeiter der Stadt für die Organisation und Verpflegung - wir werden im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Am 4. März fand die diesjährige Mitgliederversammlung des NABU Renningen-Malmsheim statt. Das bedeutet einer ganzen Reihe von Formalien zu folgen, was jedoch in dem gut gefüllten Raum für die Mitglieder und interessierten Besucher ein höchst lebendiges Geschehen war.
Der Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zeigte eine große Spannbreite an wirklich spannenden Themen und Aktionen wie z.B. unterschiedlichste Pflegeaktionen, Gewässeruntersuchung unseres Maisgrabens, Streuobsterlebnistag und viele öffentliche Vorträge zu Themen, die großen Widerhall in der Bevölkerung fanden.
Und entsprechend breit gefächert wurde auch der Ausblick auf das aktuelle Jahr vorgezeichnet mit den großen Themen naturverträgliche Energiewende, Gewässerschutz, Klimaschutz, Naturschutz und natürlich weiterhin Streuobstwiesen, Amphibienschutz, diverse Pflegemaßnahmen und auch wieder Vorträge von Experten zu Themen, die sicher viele Besucher ansprechen werden.
Wie es in einer Mitgliederversammlung sein muss, wurden alle Formalien erfüllt: das Sprechergremium und der Kassierer wurden entlastet und dann gab es doch noch eine große Überraschung: Inge Bücker vom Sprechergremium wurde für ihren langjährigen hochengagierten Einsatz für den NABU Renningen-Malmsheim geehrt! Der Geschäftsführer des zuständigen NABU Bezirks Markus Pagel, der an dieser Sitzung teilnahm, überreichte Frau Bücker die silberne NABU-Ehrennadel für ihr Engagement für den Natur- und Umweltschutz nicht nur für Renningen-Malmsheim, sondern auch für ihren kompetenten Einsatz bei der Nutzung und Integration von digitalen Techniken für den bundesweiten NABU. Diese Ehrung wurde von den Anwesenden mit langanhaltendem Applaus gewürdigt und mit z.T. sehr persönlichen Glückwünschen begleitet.
Zum Abschluss und Ausklang gab es noch einen wunderbaren Vortrag von Tom Stadtmüller zu einer Exkursion, die ihn im vergangenen Jahr nach Uganda geführt hat über die Kartierung von Vögeln und Fledermäuse.

Wenn wir uns draußen entlang unserer Straßen umschauen, sehen wir leider viel weggeworfenen Müll :-(.
Am 14. März beteiligen wir uns wieder an der Bach-, Stadt- und Flurputzete der Stadt Renningen.
Unser Treffpunkt ist um 9 Uhr das Lämmerbrückle an der Straße von Malmsheim nach Weil der Stadt.
Unser Gebiet zum Müll beseitigen ist der Rankbach von Malmsheim Richtung Weil der Stadt. Wir gehen entlang des Rankbachs und mit Wathose auch im Bach entlang, um Müll aufzusammeln.
Im Anschluss gibt es einen kleinen Imbiss bereitgestellt von der Stadt Renningen im Bauhof.
Jede(r) darf uns gerne unterstützen, Arbeitshandschuhe mitbringen und wer hat auch eine Greifzange und Warnweste. Festes Schuhwerk ist sehr zu empfehlen. Wir freuen uns über jede helfende Hand.
Liebe NABU-Mitglieder und Freunde!
Wir laden herzlich zu unserer diesjährigen, ordentlichen
NABU Renningen-Malmsheim Mitgliederversammlung ein
am Mittwoch 4. März 2026 um 19.30 Uhr
im Restaurant „Lutz“, Rankbachstr.49 in Renningen, Konferenzraum
Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:
Weitere Anträge zur Tagesordnung können bis zum 22. Februar 2026 bei Inge Bücker ([email protected]) eingereicht werden, die Ihnen gerne auch für weitere Fragen zur Verfügung steht.

Voraussichtlich sind wir recht schnell fertig mit der Mitgliederversammlung (keine Wahlen, keine Satzungsänderung).
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird uns Tom Stadtmüller Informationen und viele Fotos von seiner „Zoologischen Expedition nach Uganda“ vortragen.
Inge Bücker und das Sprechergremium

Letzten Freitag hat Dr. Thomas Bamann uns Amphibien und Reptilien aus dem Ländle vorgestellt.
Es gab viele interessante Informationen zu Lebensweise, Alter oder zur Gefährung zum Beispiel vom Grasfrosch, Springfrosch, Kammmolch, Wechselkröte, Gelbbauchunke, Feuersalamander, Schlingnatter, Zauneidenchse.
Wir waren überrascht wie alt die verschiedenen Amphibien werden können (Feuersalamander bis zu 50 Jahren im Terrarium, bis zu 20 Jahren in freier Wildbahn; Gelbbauchunken bis zu 20 Jahre im Freiland).
Auch über Maßnahmen zum Erhalt gab es Infos, so wurde auch eine Edelstahlwanne für Gelbbauchunke und/oder Wechselkröte erwähnt. So eine haben wir im letzten Jahr am Mühlberg installiert und waren gleich erfolgreich, eine Gelbbauchunke zeigte sich schon nach 2 Wochen.
Am Ende informierte unsere NABU Gruppe zu den Amphibien und Reptilien, die auf der Gemarkung Renningen vorkommen und für welche wir uns besonders einsetzen.
In Zusammenarbeit mit dem NABU Leonberg ist die Amphibiengruppe um Astrid Grauel gerade sehr aktiv, es ist Hauptwanderzeit. Sie nutzen die neue und gute Krötenretter App und haben dort schon 1626 Tiere dokumentiert, die dieses Jahr bis zum 27.2.2026 gerettet wurden. Die größte Anzahl waren knapp 1300 Erdkröten, leider wurden auch 41 überfahrene gefunden. Die Gruppe ist tätig an der Straße Renningen Richtung Rutesheim, bei Rutesheim, bei Perouse und bei Flacht.
Helfer sind herzlich willkommen und auch immer nötig bei dieser wichtigen Arbeit. Interessiert? Melden Sie sich gerne bei uns per E-Mail an [email protected].
Es gab viele Fragen und Kommentare vom Publikum, danke für Ihr Interesse.

Es ist inzwischen eine schöne Tradition, dass wir vom NABU die Wurzelkinder vom Waldkindergarten in Malmsheim im Winter be- suchen, um die beiden Nistkästen zu reinigen und dazu auch einiges zu den Nestern und Vögeln erzählen. Entsprechend hat sich unser Vorstandsmitglied Hans-Peter Kuhlmann mit Leiter, laminierten Fotos einiger bekannter Vögel und Reinigungsequipment wieder zu einem Besuch aufgemacht. Er wurde von den Kindern und Erzieherinnen freudig empfangen. In einer großen Runde wurde zunächst den Kindern einiges zu den Vögeln erzählt. Die Kinder konnten auf Anhieb eine Blau- und Kohlmeise, ein Rotkehlchen sowie eine Amsel und auch eine Elster erkennen und benennen.
Ebenso wurde die Bedeutung der Reinigung der Nistkästen erläutert, da ansonsten die Kästen schnell voll mit altem Nestmaterial werden und auch Parasiten wie Vogelläuse in den Nestern über- wintern können. Entsprechend wurden die Kinder aufgeklärt, dass die Reinigung unbedingt mit Handschuhen erfolgen sollte und die Kinder dazu einen Abstand von mindestens einem halben Meter von dem Nistmaterial halten sollten, um sicher vor möglichen Vogelläusen zu sein. Diese sind zwar nicht gefährlich, können aber auch Menschen stechen und die Stiche jucken sehr unangenehm. Spannend wurde es, als der erste Nistkasten vom Baum genommen wurde und vorsichtig geöffnet wurde. Zunächst kamen sehr viele Blätter, Eicheln und kleine Äste zum Vorschein. Hier hatte es sich eine Maus-Familie als Nachmieter im Nistkasten gemütlich gemacht. Darunter war ein Meisennest, das durch eine Moosschicht mit einigen Tierhaaren (und leider auch Plastikresten) erkennbar war. Einige unversehrte Eicheln fingen bereits zu keimen an, so dass den Kindern auch die Vermehrung von Eichen erklärt wurde und sie mit Begeisterung einige keimende Eicheln an geeignete Stellen im Gelände des Waldkindergartens legen durften. Auch im zweiten Kasten war ein Nest, das noch gut erhalten war und auch einer Meisenfamilie zugeordnet werden konnte.
Zum Abschluss haben die Kinder noch Sonnenblumenkörner zum Verteilen auf dem Grundstück bekommen, die entweder als Vogelfutter dienen oder sich zu einer neuen Sonnenblume im Sommer entwickeln können. Insgesamt war es für beide Seiten ein sehr netter und erfolgreicher Besuch, der in Anbetracht der strahlenden Kinderaugen sicher wiederholt werden wird.
von A wie Alpensalamander bis Z wie Zauneidechse
Im Vortrag werden alle heimischen Amphibien und Reptilien vorgestellt. Es werden ihre Bestimmungsmerkmale, Lebensweise und Verbreitung in Baden-Württemberg beschrieben. Zum Schluss wird auf wichtige Gefährdungsursachen und mögliche Fördermaßnahmen für unsere heimische Herpetofauna eingegangen. Dr. Thomas Bamann ist Biologe und leitet das Sachgebiet Artenschutz im RP Tübingen.
Herzliche Einladung zum Vortrag
am Freitag, den 27.2.2026
um 19:30 Uhr
im Haus am Rankbach, Schwanenstr.22
Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.
Wir freuen uns, dass die Mediathek Renningen mitmacht als Saatgutbibliothek beim Projekt Saatgutleihen des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V.:
In der Zeit vom 24. - 27.2. kann Saatgut in der Mediathek mit einem gültigen Ausweis ausgeliehen werden.
Und zu Hause geht es dann weiter:
Aussäen, pflegen, genießen
Säen Sie die Samen nach Anleitung aus und pflegen Sie die Pflanzen bis zur Samenreife. Einen Teil des leckeren Gemüses genießen Sie schon vorher.
Samen ernten
Die ausgereiften Samen ernten und trocknen. In die vorbereitete Saatguttüte für die Rückgabe eine Portion abfüllen. Gerne weitere Tüten befüllen.
Saatgut zurückgeben
Ihr neu gewonnenes Saatgut geben Sie in Ihrer Bibliothek ab.
Der NABU Weil der Stadt und NABU Renningen-Malmsheim unterstützt die Mediathek Renningen. NABU Mitglieder sind in der Mediathek am
Dienstag, den 24. Februar 11 -12 Uhr und
Mittwoch, den 25. Februar 15 - 16 Uhr
und beantworten Ihnen gerne ihre Fragen rund um die Saatgutausleihe, das Aussäen und Ernten.
Wir begrüßen es, dass mit dieser Aktion samenfeste alte Sorten unterstützt werden.
Nur der regelmäßige Anbau lässt eine Sorte wirklich weiterleben und ermöglicht die Anpassung an viele verschiedene Orte und an den Klimawandel.

Haben Sie Lust uns beim Nistkasten reinigen zuzuschauen, oder vielleicht sogar mit anzupacken?
Herzliche Einladung
am Sonntag, den 1. Februar 2026
um 14 Uhr
am Parkplatz Ihinger Hof
Wir gehen dann in den Moorwald, und werden dort ca. 15 Nistkästen reinigen. Die meisten Kästen holen wir vom Baum herunter und schauen uns das Nest im Kasten genauer an. Wer hat hier gebrütet. Gab es noch andere Bewohner des Kastens?
Dabei benutzen wir die NABU Nistkasten App, um die Kästen zu finden und die Kontrollen einzutragen. Wir legen ca. 3 km zurück.
Wer mithelfen möchte, bringe bitte Arbeitshandschuhe mit.
Ansonsten sind wetterfeste Kleidung und stabile Schuhe sinnvoll. Gerne können Sie Ihre Kinder mitbringen. Bei starkem Regen fällt die Reinigung aus.
Sie können sich anmelden unter [email protected].

Am Donnerstag, 15.1.25 war die Premiere des neu gegründeten NABU-Kindertreffs. 14 Kinder wurden von ihren Eltern bei strahlendem Sonnenschein zum Treffpunkt an der S-Bahnstation Malmsheim gebracht. Nach einer kurzen Vorstellung und Begrüßung durch Hans-Peter Kuhlmann (NABU Sprechergremium) sowie Christine Berg (NABU Verantwortliche für das Kinderprogramm) brach die Truppe auf zum Sparnsberg. Dabei war auch eine Leiter sowie Werkzeug für die Öffnung und Reinigung der Nistkästen, die auf einem Bollerwagen gezogen wurden. Oben auf dem Sparnsberg wurde den Kindern erklärt, warum der NABU überhaupt Nistkästen aufhängt und reinigt. Damit soll Höhlenbrütern geholfen werden, die normalerweise alte Bäume mit Hohlräumen zum Brüten brauchen. Diese gibt es aber kaum noch unseren Wäldern, so dass hier Nistkästen für die Vögel eine willkommene Alternative sind.
Der NABU Renningen-Malmsheim hat über 300 Nistkästen in den Wäldern rund um Renningen und Malmsheim aufgehängt, die jedes Jahr zu ca. 80 % belegt sind. Die Kästen müssen aber auch gereinigt werden, da sie sonst bald mit Nistmaterial gefüllt sind und keinen Platz für neue Bruten bieten. Ebenso halten sich im Nistmaterial lästige und manchmal auch für die Vögel gefährliche Vogelflöhe, die mit dem Reinigen entfernt werden. Da diese auch Menschen stechen können und die Stiche stark jucken, sind für die Reinigung Handschuhe unbedingt empfehlenswert.
Oben auf dem Sparnsberg wurde schon nach wenigen Metern der erste Nistkasten gesichtet. Dieser war erfreulicherweise mit einem Meisennest gefüllt, was an dem reichhaltigen Moos und gesammelten Tierhaaren erkennbar war. Der am Boden sichtbare Staub, der u.a. von der Befiederung der Jungvögel stammt, war dazu ein sicheres Zeichen einer erfolgreichen Brut. Danach ging es weiter zum nächsten Nistkasten, die rund um den Sparnsberg im Abstand von 50 – 100m hängen. Auch hier war wieder ein Meisennest drin. Spannend war dann der dritte Nistkasten, da hier neben dem Nest auch viele Eichenblättern in den Kasten eingetragen waren. Dies geschieht durch Siebenschläfer, die die Kästen gerne als Nachmieter nach den Vögeln nutzen und dann ganze Eichen- oder Buchenblätter einbringen. Die Kinder kannten sogar Siebenschläfer und einige hatten bereits Fotos von den nachtaktiven Bilchen gesehen. Auch die nachfolgenden Kästen waren alle belegt, es wurden dazu noch überwinternde Marienkäfer und eine amerikanische Kieferwanze in den Nestern gefunden. Auf den Weg wurde auch noch ein Ameisennest von der großen Wiesenameise gesichtet. Dazu haben wir einige Baum- und Straucharten identifiziert, wobei die Kinder diese teilweise auch schon kannten.
Insgesamt war es ein schöner Ausflug, der allen Spass gemacht hat und die Kinder haben wie erhofft auch einiges zu Naturthemen gelernt. Der nächste Treff ist dann am 12.2. mit dem Thema „Was machen die Pflanzen im Winter“.

Jede Beobachtung zählt:
Vom 9. bis 11. Januar 2026 findet wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. NABU und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz LBV rufen dazu auf, im Winter fleißig Vögel am Futterhaus zu zählen und zu melden. Helfen Sie uns dabei, einen möglichst genauen Einblick in die Vogelwelt in Deutschland zu gewinnen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Jedes Jahr Anfang Januar laden NABU oder BUND zu den Naturschutztagen am Bodensee in Radolfzell ein.
Dieses mal kamen rund 1.000 Engagierte zusammen. Unsere NABU Gruppe war wieder stark vertreten.
Wir haben uns Vorträge angehört (z.B. gefiel uns „Urbane Naturen: das neue Kleid der Stadt“ von Johann Senner sehr gut) und an Workshops oder Exkursionen
teilgenommen (z.B. zur Aach und deren Renaturierung oder zur Vogelbeobachtung ins Wollmatinger Ried).
Informationen, Diskussionen und neue Perspektiven lieferten uns wertvolle Impulse für die Naturschutzpraxis.
Es ist einfach toll, so viele für den Naturschutz engagierte Menschen zu treffen und sich auszutauschen.
Infos vom NABU BW gibt es HIER.
Das Sprechergremium des NABU Renningen-Malmsheim zusammen mit 19 weiteren Unterzeichnern sprechen sich in einem Offenen Brief für den Windpark Renningen aus - ein gemeinsames Statement aus Politik, Naturschutz und Bürgerschaft.
Hier ein Auszug aus dem Offenen Brief:
In der Gemeinderatssitzung am 20.10.2025 hat der Gemeinderat einstimmig den Bau des Windparks Renningen beschlossen. Wir … sprechen uns geschlossen für den Bau der geplanten Windräder im Renninger Wald aus.
Unser gemeinsames Anliegen ist der Schutz unserer Heimat und die Bewahrung unserer Natur. Genau dafür müssen wir jetzt Verantwortung übernehmen: Die Veränderungen unseres Klimas stellen eine ernsthafte Bedrohung für unser Naturerbe dar. Dürre, Hitze und Schädlingsbefall sind heute schon bittere Realität in unseren heimischen Wäldern.
Diese existenzielle Herausforderung für eines unserer wichtigsten Güter wiegt ungleich schwerer als die Debatte um einzelne Windenergieanlagen. Ein durchdachter Klimaschutz ist unerlässlich, um die Grundlagen unserer Natur zu sichern.
Dass der Windpark auf der Gemarkung Renningen im Hardtwald entstehen soll, ist das Ergebnis eines Abwägungsprozesses, bei dem die von der Region festgelegten Windvorranggebiete und die Abstandsregeln von der Besiedlung eine große Rolle gespielt haben. Die Aufstellung im Hardtwald ist ein Kompromiss, der durch angemessene und wirkungsvolle Ausgleichsmaßnahmen für unseren Wald begleitet werden muss.
Den gesamten Offenen Brief finden Sie in den Stadtnachrichten Renningen vom 18.12.2025 und auf unserer Homepage unter Projekte Klimaschutz.