Aktuelles


Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr zum NABU Treff dieses mal im Schnoggatreff, TSV Gaststätte in Malmsheim, Albstr. 14. Bei Interesse kann jeder einfach kommen oder sich anmelden mit einer E-Mail an nabu@nabu-renningen.de.


Hilfe für Vögel und andere Tiere

Immer wieder erreichen uns Anfragen was zu tun ist, wenn Vögel verletzt sind, junge Vögel aufgefunden werden oder sonstige Tier-Notfälle eingetroffen sind.

Hier gibt es viele Kontakte, Hinweise und Tipps.
NABU Naturtelefon 030-284984-6000 (Mo-Fr 9-16 Uhr)

Vortrag Naturfotografie 14.10.

Plakat: N.Hame
Plakat: N.Hame

Hannes Bonzheim war schon einmal bei uns und hat uns die Vogelwelt in Costa Rica mit wunderbaren Fotos vorgestellt.

Super jung, aber ein wahnsinniges Talent beim Fotografieren unserer Natur.

Wir konnten ihn für dieses Jahr wieder gewinnen.

Herzliche Einladung zum Vortrag

Faszination Naturfotografie

am 14. Oktober um 19:30 Uhr

im Bürgerhaus Renningen, Jahnstr.20

 

Hannes selber zu seinem Vortrag bei uns:

"In diesem Vortrag möchte ich Sie an meinen schönsten Geschichten und wunderbaren Erlebnissen der letzten Jahre mit der Naturfotografie teilhaben lassen und Sie mitnehmen auf eine kleine Reise durch unsere heimische Artenvielfalt. Von Kleinvögeln, über Eulen und Greifvögel bis hin zu versteckten Wundern unmittelbar vor der Haustür."

 

Hier lohnt sich ein Besuch unbedingt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.


Führung Hirsauer "Fledermaustunnel"

Hirsauer Tunnel Nordseite Foto: NABU/I.Bücker
Hirsauer Tunnel Nordseite Foto: NABU/I.Bücker

Einige unserer NABU Mitglieder hatten die Chance den Hirsauer Tunnel für die Herrmann-Hesse-Bahn von innen zu betrachten. Dabei haben uns besonders die Maßnahmen für die Fledermäuse interessiert, die hier gemacht werden.

Es soll ein Tunnel-im-Tunnel gebaut werden. Die Ausmaße für den Eisenbahntunnel sind am Eingangstor gut erkennbar, rechts wird die Bahn fahren und drum herum einen Tunnel erhalten, so dass die Fledermäuse den linken Teil nutzen können. Ganz oben links sieht man auch das rechteckige Ein- und Ausflugloch.

Fledermauskästen im Hirsauer Tunnel Foto: NABU/I.Bücker
Fledermauskästen im Hirsauer Tunnel Foto: NABU/I.Bücker
Hirsauer Tunnel Südseite Foto: NABU/I.Bücker
Hirsauer Tunnel Südseite Foto: NABU/I.Bücker

Schon jetzt hängen viele Fledermauskästen an einer Seite des Tunnels. Die von Fledermäusen genutzen Löcher und Einschnitte auf der anderen Seite werden durch das Tunnel-im-Tunnel System verdeckt sein.

Es soll hier ca. 800 Fledermäuse aus 13 verschiedenen Fledermausarten geben.

Auch ein neu erstelltes Ausweichquartier im Hang in der Nähe des Hirsauer Tunnels für Fledermäuse konnten wir besichtigen. Dieses soll als zusätzliches Winterquartier dienen.

 

Vielen Dank an Herrn Knupfer und Herrn Schwolow für die interessanten Informationen.

 

Weitere Infos gibt es auf der Seite des NABU Calw und auf Hermann-Hesse-Bahn.


Wir haben gewonnen – die Feuersalamander auch!

NABU Mitglied bei Inspektion des trockenen Tümpels     Foto: NABU/I.Bücker
NABU Mitglied bei Inspektion des trockenen Tümpels Foto: NABU/I.Bücker

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat ein „Feuerwehr-Programm“ aufgesetzt, um heimische Amphibien und ihre Lebensräume zu schützen. „Die Zahlen sind alarmierend. Unseren Amphibien im Land geht es dramatisch schlecht. Ihr Bestand ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv geschrumpft und auch ursprünglich häufige Arten wie die Erdkröte oder der Grasfrosch werden immer seltener“ sagte Umweltministerin Thekla Walker.

Darum wurden die Naturschutzverbände Ende letzten Jahres gefragt, welche Gewässer dringend saniert werden müssen. Der NABU Renningen-Malmsheim hat einen Tümpel zwischen Malmsheim und Weil der Stadt vorgeschlagen, in dem früher die Feuersalamander ihre Larven absetzen konnten. Leider ist der Tümpel in den letzten Jahren aber immer sehr schnell trockengefallen. Eine Abdichtung soll hier Abhilfe schaffen.

Und der NABU und damit die Feuersalamander haben gewonnen. Dieser vorgeschlagene Tümpel ist ausgewählt worden als eines von fünf Gewässern, welches im Landkreis Böblingen saniert werden soll. Diese Maßnahme wird in Kooperation mit der Stadt Renningen, dem Landschaftserhaltungsverband Landkreis Böblingen e.V. und dem NABU Renningen-Malmsheim baldmöglichst umgesetzt. Der erste Schritt ist schon getan, das Gebiet um den Tümpel wurde von Gestrüpp befreit und der Aufwuchs beschnitten und freigelegt.


Tümpelpflege am Mühlberg

Frauenpower Foto: NABU/D.Piehler
Frauenpower Foto: NABU/D.Piehler

Der letzte Sommer war geprägt von Trockenheit und hat unseren Biotopen ordentlich zu schaffen gemacht - nun versuchen wir aus der Situation das Beste zu machen und nutzen den niedrigen Wasserstand, um unsere Tümpel zu reinigen.

So haben wir vergangenes Wochenende begonnen zahlreiche Steine und auch ersten Schlamm aus unserem Tümpel am Mühlberg zu holen.
Rund um unsere Tümpel haben wir einige Eidechsenbiotope aus Steinhaufen geschaffen. Leider werden diese viel zu oft falsch verstanden und die Steine von Spaziergängern unbedacht ins Wasser geworfen.

 

!! An dieser Stelle daher nochmal die große Bitte, keine Steine in die Tümpel zu werfen


Wahl Vogel des Jahres 2023

NABU/Mathias Schäf/Willi Rolfes/Markus König/Mirko Graul/stock.adobe.com/Benny Trapp/stock.adobe.com
NABU/Mathias Schäf/Willi Rolfes/Markus König/Mirko Graul/stock.adobe.com/Benny Trapp/stock.adobe.com

Ab dem 2. September lassen der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), den Vogel des Jahres wieder öffentlich wählen. Im vergangenen Jahr hatten sich bundesweit mehr als 143.000 Menschen beteiligt und den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gekürt.

In Deutschland leben mehr als 300 Vogelarten. Die Vogelkundler des NABU haben wieder fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann.
Für den Jahresvogel 2023 ins Rennen gehen:

  • Braunkehlchen
  • Feldsperling
  • Neuntöter
  • Teichhuhn
  • Trauerschnäpper

Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das dringend mehr Aufmerksamkeit braucht.

Klimakrise, Insektenschwund, intensive Landwirtschaft und Verlust von naturnahem Grün bedrohen die Bestände unserer Vogelarten. Das Ende der Abstimmung ist am Vormittag des 27. Oktober, stimmen Sie mit ab unter www.vogeldesjahres.de.           

 


Reinigung unserer Steinkauz-Röhren

Steinkauzröhre und Siebenschläfer Foto: NABU/R.Krebs
Steinkauzröhre und Siebenschläfer Foto: NABU/R.Krebs

Dieses Jahr haben wir bereits Mitte August die Steinkauz-Röhren des NABU Renningen-Malmsheim gesichtet und gereinigt. Unterstützt wurden wir dabei von unserem Naturfreund Roland aus Perouse, der Steinkauzexperte ist und seit einigen Jahren auch junge Steinkäuze beringen darf. Er hat uns dabei wertvolle Tipps zu den Standorten unserer Röhren gegeben. Als Folge werden wir im Winter eine neue Röhre in einer Streuobstwiese anbringen (da müssen wir noch den Besitzer um Erlaubnis fragen) und eine Röhre, die in einem nicht optimalen Baum hängt, werden wir umhängen.

Der Steinkauz gehört zu den kleinsten Eulen und bevorzugt weitflächiges Grünland wie z.B. Streuobstwiesen. Ungewöhnlich ist sein Jagdverhalten, er fängt die Beute nicht im Flug, sondern hoppelt in der Nacht auf Wiesen und fängt große Insekten oder Mäuse. Wie so bei vielen Vögeln nimmt die Zahl leider seit vielen Jahren deutschlandweit ab. In der Region Stuttgart konnte sich der Bestand durch ein sehr erfolgreiches Schutzprogramm von Vogelfreunden im Landkreis Ludwigsburg wieder verbessern. Der Steinkauz hat sich ausgehend von Ludwigsburg inzwischen wieder bis nach Höfingen und Rutesheim verbreitet und wir hoffen, dass er sich auch bei uns wieder ansiedelt. 2022 war allerdings durch die Trockenheit ein schlechtes Steinkauzjahr, da es wenig Mäuse gab. Roland hatte z.B. vor zwei Jahren über 60 Jungvögel im Umfeld von Leonberg beringen können. Dieses Jahr waren es nur 31, da viele Jungvögel aufgrund von Futtermangel nicht überlebt hatten.

Der NABU Renningen-Malmsheim hat im Süden von Malmsheim am Mühlberg sieben Steinkauz-Röhren hängen, das sind fast 1 m lange Röhren mit ca. 20 cm Durchmesser. Mit langer Leiter machten wir uns auf den Weg zu den Röhren. Zunächst schauen wir dann, ob die Röhren überhaupt gereinigt werden können, da auch Wespen und Hornissen sich gerne ansiedeln. In zwei Kästen waren tatsächlich noch Hornissen und Wespen aktiv, so dass die Reinigung auf den Winter verschoben wurde. Aber besonders Hornissen sind inzwischen auch selten geworden, so dass wir gerne ihre Anwesenheit tolerieren. Die Kästen werden dann im Winter gereinigt, was für den Steinkauz nicht ganz optimal ist, da die Männchen im Winter schon gerne ihr Brutrevier belegen. Aber da sie Kästen, in denen Hornissen- oder Wespennester waren oder die voll mit Nistmaterial sind, nicht besiedeln, ist das in diesen Fällen kein Problem.

In diesem Jahr gab es in zwei Röhren Starennester (die Röhren waren voll mit Stroh und kleinen Zweigen), die gereinigt wurden. In drei Röhren waren Siebenschläfer, die uns mit großen Augen anschauten. Da konnten wir es dann auch nicht übers Herz bringen, sie aus ihren Sommernestern zu vertreiben. Die Siebenschläfer überwintern im Erdboden, so dass wir diese Röhren dann auch im Winter zusammen mit den Röhren, die von Hornissen und Wespen belegt waren, reinigen werden. Daher war unsere Aktion bezogen auf die Reinigung zwar nicht ganz so effizient wie erhofft, aber es war sehr interessant und wir hoffen weiterhin, dass sich bei uns der Steinkauz in den nächsten Jahren wieder zum Brüten ansiedelt.

Ein interessanter Link gibt Auskunft zum Steinkauz:

https://eulenforschung.de/projekte/steinkauz-projekt/.


Insektensommer – Zähl mit!

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“.

2022 feiern wir das fünfjährige Jubiläum der Zählaktion und rufen vom 5. bis 14. August alle Insektenfans dazu auf mit uns Sechsbeiner zu zählen. Der Insektensommer ist eine Gemeinschaftaktion von NABU und LBV und ihres Partners naturgucker.de.

Mehr Infos gibt es hier.


Sommerferienprogramm 2022

Foto: NABu/I.Bücker
Foto: NABu/I.Bücker

Im Rahmen des Sommerferienprogramms hat unsere NABU-Gruppe mit Kindern einen Meisenknödelhalter gebaut. Dieser kann im Garten aufgehängt werden, um Vögeln einen Meisenknödel oder einen Apfel als Nahrung anzubieten.
Nach einer kurzen Einführung zum Thema Vogelfütterung und einem Videoquiz zu typischen Gartenvögeln wurde fleißig gesägt, gebohrt, geschraubt und geklebt. Damit dieser direkt im heimischen Garten oder auf dem Balkon zum Einsatz kommen kann, haben wir auch noch gemeinsam Meisenknödel aus Talg und Körnern hergestellt, sodass am Ende alle mit einem schönen Meisenknödelhalter und einem Meisenknödel nach Hause gehen konnten.

Danke an alle Jugendlichen fürs fleißige Mitmachen und auch an alle NABU Helfer*innen.


Wildbienenvortrag

Sabine Holmgeirsson, Fachbeauftragte Wildbienen des NABU Baden-Württemberg, hat am Freitag, dem 22.7.2022, einen faszinierenden Vortrag mit tollen Fotos zu dem Thema: „Wildbienen in unseren Gärten“ gehalten. Erfreulicherweise waren trotz des warmen Wetters gut 30 Zuhörer in das Haus am Rankbach gekommen und es entwickelte sich neben dem Vortrag eine lebhafte Diskussion über Wildbienen und wie man ihnen helfen kann.

 
Wildbienen sind unverzichtbar als Bestäuber

Sabine Holmgeirsson führte aus, dass Wildbienen eine unverzichtbare Rolle für die Bestäubung von Nutzpflanzen und Wildblumen spielen. Alleine für Deutschland wird der Wert der Bestäubungsleistung von Wildbienen auf 2,3 – 2,5 Mrd. EUR geschätzt. Hierbei sind die vielen Wildpflanzen, die zum Teil auf stark angepasste Wildbienen angewiesen sind, gar nicht erfasst. Für die Landwirtschaft und die Artenvielfalt wäre es daher eine Katastrophe, wenn die Wildbienen verschwinden würden. Und genau das droht leider, so hat die Zahl der Wildbienen in den letzten Jahrzehnten im Rahmen des Insektensterbens stark abgenommen und mehr als die Hälfte der Arten steht auf der roten Liste. Hierzu hat insbesondere der Flächenverbrauch in Deutschland sowie die industrialisierte Landwirtschaft mit den für Insekten häufig tödlichen Pestiziden beigetragen.

 

Naturnahe Gärten sind wichtige Refugien für Wildbienen

Umso wichtiger sind unsere Gärten als Refugien für Wildbienen. Schon kleine Flächen mit heimischen Blühpflanzen locken eine Vielzahl von Wildbienen an und wir können ihnen mit einem naturnahen Garten attraktive Lebensbedingungen bieten. Sabine Holmgeirsson zeigte auf ihren Fotos u.a. aus ihrem eigenen Garten faszinierende Fotos von einer überraschend großen Vielzahl von Wildbienen. Dazu gehörten z.B. schlafende Wildbienen in Glockenblumen, die in Bambusstengeln oder Holzlöchern nistende rote oder gehörnte Mauerbiene oder die größte heimische Wildbiene, die ca. 3 cm große blauschwarze Holzbiene. Wildbienen leben in der Regel als Solitär. Mit einfachen Nisthilfen können wir ihnen bei der Vermehrung helfen. Frau Holmgeirsson warnte allerdings vor diversen käuflichen Angeboten, da diese häufig ungeeignet seien. So bringen Mauersteine mit eckigen Löchern, Tannenzapfen oder Holzspäne überhaupt nichts. Am besten sind saubere Röhren mit 3 – 10mm Breite und einer Tiefe von 4 – 10cm. Solche Nisthilfen kann man aber auch selbst recht einfach bauen. Am einfachsten sind Bambus-, Schilf- oder Forsythienstängel, die zusammengebunden werden und z.B. in eine Konservendose oder eine Holzumrahmung gesteckt werden. Die Stängel sollten am hinteren Ende zu sein (Lehm oder an der Wand verklebt) und an einer trockenen Stelle mit Süd- oder Südostausrichtung angebracht werden. Auch ein Vogelschutz z.B. mit Draht ist sinnvoll, da Meisen und besonders Spechte die nahrhaften Larven gerne mögen. Ebenso gehen auch Hartholzstücke, in die Löcher mit verschiedenen Durchmessern von 3mm bis 1 cm sauber gebohrt werden (Tiefe mindestens 4 – ca. 10 cm). Dort können sich dann die bei uns recht häufigen Mauerbienen sowie diverse andere Arten einnisten. Rund zweidrittel aller Wildbienen nisten aber im Boden, hier helfen offene, trockene Bereiche im Garten, wo die Wildbienen dann ihre Nistlöcher graben können. Auch Totholzhaufen oder lockere steinige Hügelchen sind hilfreich. Im Frühjahr und Frühsommer fliegen die Wildbienen dann aus, paaren sich und legen in ihre Nistplätze sofort wieder die neue Brut zusammen mit Pollenvorräten als Nahrung. Die Larven entwickeln sich dann und überwintern in den Röhren, um im nächsten Frühjahr wieder neu auszuschwärmen.

 

Heimische Blühpflanzen sind beste Hilfe für Wildbienen

Am wichtigsten sind aber heimische Blühpflanzen mit Wildwiesen- oder Staudenmischungen in unseren Gärten, die idealerweise vom Frühjahr bis Hochsommer Blüten und Nektar anbieten. Sabine Holmgeirsson zeigte auch Fotos von Parasiten, denn wo Wildbienen leben, siedeln sich bald auch ihre natürlichen Feinde an. Das gehört aber zur Natur und Parasiten können zwar eine Art dezimieren, aber eigentlich nie gefährden und es entwickelt sich normalerweise ein natürliches Gleichgewicht.


Klimatag am 3. Juli 2022

Unser NABU Infostand Foto: NABU/I.Bücker
Unser NABU Infostand Foto: NABU/I.Bücker

Die Stadt Renningen hat am 3. Juli ihren ersten Renninger Klimatag auf dem Parkplatz gegenüber der Mediathek veranstaltet. Dieser wurde von der Stadtverwaltung zusammen mit dem Arbeitskreis Lokaler Klimaschutz der Renninger Angenda organisiert und unter Einbeziehung der örtlichen Vereine, Parteien und Initiativen gemeinsam von allen für alle gestaltet.

 

Auch wir waren mit einem Infostand zum Thema „Wie geht naturverträgliche Energiewende“ dabei. Wir freuen uns über all die Interessierten, welche an unserem Stand vorbeigeschaut haben, um sich über naturverträgliche Energiewende und auch Klimaschutz im Alltag zu informieren. 🙂

 

Wir vom NABU Renningen-Malmsheim setzen uns neben Naturschutz auch für Klimaschutz ein. Denn Klimaschutz ist ein wichtiger Bestandteil, um die Artenvielfalt zu erhalten – somit gehen Klimaschutz und Naturschutz Hand in Hand. Hierbei ist es wichtig, die Energiewende weiter voranzutreiben und den Ausbau von erneuerbaren Energien anhand naturverträglicher Lösungen umzusetzen.

Foto: NABU/D.Piehler
Foto: NABU/D.Piehler

Außerdem haben uns Luca Bonifer (NABU) und Yassin Cherid (BUND) vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz in ihrem Vortrag sehr viele wichtige Informationen zum Thema „Klimaschutz und die naturverträgliche Energiewende“ gegeben.

 

Für einen naturverträglichen Ausbau von Windkraft- oder auch Freiflächen-Photovoltaikanlagen ist grundsätzlich die richtige Standortwahl entscheidend, wobei ökologisch hochwertige oder besonders sensible Gebiete auszuschließen und die betroffenen Flächen naturverträglich zu gestalten sind. Hierbei gibt es verschiedene Lösungsansätze wie mögliche Konflikte mit dem Artenschutz, minimiert werden können.

 

Mehr Informationen und Praxisbeispiele zu diesem Thema finden Sie unter diesem Link beim Dialogforum Energiewende und Naturschutz.

Wir vom NABU Renningen-Malmsheim sehen den Ausbau von erneuerbaren Energien als wichtigen Bestandteil des Klimaschutzes, welcher wiederum dazu beiträgt, die Artenvielfalt zu erhalten. Hierbei ist es wichtig, den Ausbau von erneuerbaren Energien anhand naturverträglicher Lösungen umzusetzen.

Weitere Fotos gibt es in unserer Bildergalerie.


NABU macht mit beim Renninger Klimatag

©ink drop - stock.adobe.com
©ink drop - stock.adobe.com

Die Stadt Renningen veranstaltet am 3. Juli von 11 - 17 Uhr ihren ersten Renninger Klimatag.

 

Der Klima-Tag wird von der Stadtverwaltung zusammen mit dem Arbeitskreis Lokaler Klimaschutz der Renninger Agenda organisiert und unter Einbeziehung der örtlichen Vereine, Parteien und Initiativen gemeinsam von allen für alle gestaltet.

Klimaschutz ist vielfältig und betrifft fast jeden Lebensbereich. Mit dem Klima-Tag möchte die Stadt präsentieren, welchen Beitrag Renninger Vereine, Institutionen und Gewerbetreibende zum Klimaschutz leisten (können) und über verschiedene Klimaschutz-Themen informieren.

 

Der NABU Renningen-Malmsheim ist auch dabei. Sie treffen uns an unserem Infostand, unser Thema ist “Wie geht Naturverträgliche Energiewende”..

Und wir haben Luca Bonifer (NABU) und Yassin Cherid (BUND) vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz zu einem Vortrag "Klimaschutz und die Naturverträgliche Energiewende" eingeladen. Seien Sie dabei um 12 Uhr in der Mediathek!

 

Es gibt noch viel mehr Angebote, kommen Sie vorbei und schauen, was Sie persönlich zum Klimaschutz in Renningen in den Bereichen Mobilität, Energie und Ressourcenschonung beitragen können.

Zwischen 11 und 17 Uhr können Sie sich auf dem Parkplatz gegenüber der Mediathek Renningen über das CarSharing Angebot in Renningen informieren, Ihre Idee zum Klimaschutzkonzept beisteuern, einem Vortrag der Scientists4Future lauschen, testen wie sich ein Lastenrad fährt oder beim Upcycling-Workshop mitmachen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Weitere Info bei der Stadt Renningen Klimaschutz.

Finow Solarpark Foto: NABU/Tina Mieritz
Finow Solarpark Foto: NABU/Tina Mieritz

Ergebnis Stunde der Gartenvögel

Ergebnis Kreis Böblingen Foto: NABU.de
Ergebnis Kreis Böblingen Foto: NABU.de

Inzwischen liegen die Ergebnisse der bundesweiten Vogelzählung „Stunde der Gartenvögel" vor, die vom 13. bis 15. Mai zum 18. Mal stattgefunden hat. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) riefen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Rund 67.000 Menschen haben mitgemacht und von über 44.000 Beobachtungspunkten über 1,5 Millionen Vögel gezählt.

 

Die Ergebnisse des Kreises Böblingen sehen sie im Bild, in 147 Gärten wurden 3745 Vögel gezählt. 220 Vogelfreunde haben bei uns diese Beobachtungen festgehalten.
Alle Ergebnisse gibt es hier.


Dieses Jahr wurde vermehrt die Nachtigall gesehen bzw. gehört. Sie gehört zu den wenigen Langstreckenziehern, welche im Bestand zunehmen. Ihre Anzahl hat sich laut Nationalem Vogelschutzbericht zwischen 2004 und 2016 um 26% erhöht. Allgemein machen unverpaarte Sänger bis zu 50% der Nachtigall-Sänger aus. Offenbar ist in diesem Jahr die „Stunde der Gartenvögel“ in die Phase der größten Balzaktivität der Nachtigall gefallen.


Insektensommer – Zähl mit!

Beobachten und notieren Sie eine Stunde lang Sechsbeiner

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“.

2022 feiern wir das fünfjährige Jubiläum der Zählaktion und rufen vom 3. bis 12. Juni und vom 5. bis 14. August alle Insektenfans dazu auf mit uns Sechsbeiner zu zählen. Der Insektensommer ist eine Gemeinschaftaktion von NABU und LBV und ihres Partners naturgucker.de.

Mehr Infos gibt es hier.

 


Hunde in der Natur bitte an der Leine lassen

Terrier Foto: Helge May
Terrier Foto: Helge May

Während der Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses, sind Vögel und andere wildlebende Tiere besonders störempfindlich.

 

Endlich ist es wieder soweit, denn im Frühling gönnen sich Hundebesitzer mit dem „besten Freund des Menschen“ wieder den dringend benötigten Auslauf in der freien Natur. Dabei heißt es nicht selten „Leinen los“.

 

Derzeit sind die freilebenden Tiere besonders störempfindlich. Ein freilaufender Hund kann großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe der Besitzer ungehört am Hundeohr vorbeigehen. Rehkitze, aber auch der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten sind hier besonders gefährdet.

 

Im Naturschutzgebiet wie bei uns beim Renninger Naturtheater gilt immer die Leinenpflicht, aber auch sonst sollten alle Naturfreunde gerade in der Brutzeit (Anfang April bis Mitte Juli) ihren Hund an der Leine lassen und auf den Wegen bleiben. Die Natur wird es ihnen danken!

Bitte lassen Sie Ihren Liebling von 1. April bis Mitte Juli an der Leine und verlassen Sie keine Wege.


Faszinierende Falter

Am vergangenen Freitag berichtete uns Michael Kast in seinem Vortrag von den faszinierendsten Faltern in den Biotopen der Eltinger Schlammbrüder - einer Umweltgruppe im Bürgerverein Eltingen Leonberg.

 

Neben zahlreichen verschiedenen Falterarten und deren Besonderheiten hat Herr Kast unseren rund 40 Besuchern auch viele nützliche Tipps für die Gestaltung eines üppigen Blumenbuffets zum Anlocken der Falter im heimischen Garten gegeben.

Danke an alle interessierten Besuchern und vor allem an Michael Kast, es hat sich wieder echt gelohnt zu kommen - DANKE!


Wie mache ich meinen Balkon/Garten bienenfreundlich?

Wiesensalbei Foto: Helge May
Wiesensalbei Foto: Helge May

Ohne Wild- und Honigbienen gäbe es kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Wer einen Garten hat, der kann viel für den Erhalt der nützlichen Insekten tun. Und selbst mit einem Balkon können Insekten unterstützt werden.

 

Insekten haben es zunehmend schwer in unserer Landschaft. Vielerorts finden sie nicht mehr ausreichend Nahrung, Pestizide machen ihnen zudem das Leben schwer. Dabei sind wir Menschen hochgradig auf die Leistungen der kleinen Helferlinge angewiesen: Kostenlos bestäuben sie unsere Wildkräuter, Bäume sowie Kulturpflanzen und sorgen so für blühende Landschaften und reiche Ernten. Damit Insekten wieder ausreichend Nahrung und Lebensraum finden, kann jeder seinen Teil beitragen.

 

Jetzt ist Pflanzzeit, aber wie finde ich die richtigen Pflanzen, die sowohl zu meinem Boden, zu meinen Wünschen passen als auch als Unterstützung für unsere Bienen und Insekten dienen?

Kornblume, Wiesensalbei und Nickendes Leimkraut: Mit der richtigen Pflanzenauswahl können wir Insekten in unsere Gärten locken. Viele der Arten bieten nicht nur Hummeln und Schmetterlingen Nahrung, sondern machen sich auch auf unseren Tellern gut!

Auf dieser NABU Seite finden Sie eine Pflanzenliste.

Und weitere Informationen für Balkon und Garten finden Sie hier.


Stunde der Gartenvögel 13.-15.5.2022

Die große Vogelzählung, immer am zweiten Mai-Wochenende

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Die 18. Auflage der Aktion findet vom 13. bis 15. Mai 2022 statt. Bis zum 23. Mai dürfen Meldungen noch nachgereicht werden.

Zählen Sie eine Stunde lang Vögel – egal ob im Garten, vom Balkon aus, oder im benachbarten Park. Notieren Sie die höchste Anzahl von jeder Art, die Sie gleichzeitig sehen. So werden Vögel, die wegflattern und wiederkommen, nicht doppelt gezählt.

Und dann melden Sie Ihre Beobachtungen direkt beim NABU oder auf naturgucker.de.

Weitere Infos gibt es hier beim NABU.


Vortrag: Faszination der Falter 13. Mai 2022

 

Herzliche Einladung zum Vortrag 

 

"Die Faszination der Falter in den Biotopen der Schlammbrüder"

am 13. Mai 2022

um 19:30 Uhr

im Haus am Rankbach (Begegnungsstätte), Schwanenstr. 22

 

Michael Kast von den Eltinger Schlammbrüdern, Umweltgruppe im Bürgerverein Eltingen, wird über das Leben und die Leistungen der Wanderfalter, die Fortpflanzung von Wasserschmetterlingen, den Cyberkrieg der Bärenspinner und weiteren Überlebensstrategien referieren. Wir werden wieder seine wunderschönen Fotos, dieses Mal von ca. 75 Falterarten zu sehen und erklärt bekommen. Auch über die Möglichkeiten und Strategien, Falter zu schützen und sogar, die Anzahl der Falter zu steigern, wird er uns berichten.

Wir sind schon sehr gespannt.

Kommen Sie vorbei. Wir empfehlen das Tragen einer Maske.

Der Eintritt ist frei, über eine Spende freuen wir uns.

 

 


Biotopexkursion 9.4.2022

"Unsere Tümpel" Foto: NABU/A. Schnaars
"Unsere Tümpel" Foto: NABU/A. Schnaars

Am Samstag, den 9. April, haben wir Interessierte zu einer Biotopexkursion rund um den Mühlberg in Malmsheim eingeladen. Hier werden von uns in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Renningen einige Kalkmagerwiesen betreut, auf denen selten gewordene Blühpflanzen wie Küchenschellen, Schlüsselblumen oder Ackerwachtelweizen wachsen. Dazu wurden kleine Tümpel angelegt, in denen u.a. seltene Amphibien wie Gelbbauchunken, Kammmolche oder Wechselkröten zu finden sind.

Bei schönem Wetter konnten wir noch blühende Küchenschellen sowie die ersten Schlüsselblumen bewundern. Dazu erzählte uns Hans Riedling aus seinem großen Erfahrungsschatz interessante Details zur Entstehung des Geländes rund um den ehemaligen Steinbruch am Mühlberg. Nach zweieinhalb Stunden waren die 16 Teilnehmer etwas erschöpft, aber beeindruckt von den Naturschönheiten rund um Malmsheim.

 

Danke an alle Interessierte und vor allem an Hans Riedling und Hans-Peter Kuhlmann für die vielen Informationen.

Noch mehr Bilder gibt es in unserer Bildergalerie.

 


Mauersegler im Anflug

Mauersegler Foto: NABU/Eric Neuling
Mauersegler Foto: NABU/Eric Neuling

 Wenn Ende April/Anfang Mai die ersten Mauersegler aus ihren Winterquartieren bei uns eintreffen, dann ist auch der Sommer nicht mehr weit. Viele denken es sind Schwalben, die da in tollkühnem Flug über unsere Köpfe hinwegrauschen und dabei ihren charakteristischen Ruf „srih srih“ ertönen lassen. Die Segler sind erheblich größer als unsere heimischen Schwalben und haben sichelförmige Flügel und einen kurzen, gegabelten Schwanz.

 

Der Mauersegler ist ein Vogel der Extreme. Er kann bis zu 20 Jahre alt werden, fliegt bis zu 200 km h und gehört damit zu den schnellsten Vögeln der Welt. Wenn er Ende Juli, Anfang August nach Südafrika aufbricht, verbringt er bis zu 7 Monate am Stück in der Luft. Sie sind wahre Luftakrobaten, fangen fliegend Insekten, schlafen und paaren sich im Flug.

 
Der Mauersegler ist ein Vogel der Extreme. Er kann bis zu 20 Jahre alt werden, fliegt bis zu 200 km h und gehört damit zu den schnellsten Vögeln der Welt. Wenn er Ende Juli, Anfang August nach Südafrika aufbricht, verbringt er bis zu 7 Monate am Stück in der Luft. Sie sind wahre Luftakrobaten, fangen fliegend Insekten, schlafen und paaren sich im Flug.

 

Mauersegler sind standorttreue Tiere. Als Höhlenbrüter fliegen sie jedes Jahr denselben Brutplatz an, der sich oft in altem Mauerwerk oder in Öffnungen unter Dächern befindet. Diese Treue kann verhängnisvoll sein. Sie fliegen ihren Stammplatz auch dann an, wenn das Haus renoviert oder gedämmt wurde, wenn die Öffnung zum Nistplatz – obwohl verboten und strafbar – mit Montageschaum oder sonstigen Materialien verschlossen wurde. Die Segler stoßen vor die Wand immer und immer wieder, bis sie verletzt zu Boden gehen, von wo aus sie nicht mehr selbständig starten können. Jeder am Boden gefundene Mauersegler benötigt professionelle Hilfe. Da die Mauersegler bei der Wahl ihrer Nistplätze nicht wählerisch sind, kann man ersatzweise an derselben, jetzt verschlossenen Stelle, einen geeigneten Nistkasten anbringen.

 

Am Nestbau, bei der Brutpflege und Aufzucht sind beide Partner beteiligt, die eine lebenslange Gemeinschaft bilden. Während anhaltender Schlechtwetterperioden kehren die Eltern manchmal tagelang nicht zum Nest zurück und fliegen in Gebiete mit besserem Wetter um dort Nahrung zu sammeln. Die Jungen fallen dann in eine Art Schlaf.

Der Wissenschaftliche Name des Mauerseglers, „Apus Apus“ leitet sich vom griech. Wort fußlos ab und ist ein Hinweis auf seine Stummelfüße.

 

Weitere Infos zum Thema Mauersegler finden Sie unter: https://www.mauersegler.com             


Exkursion zu NABU betreuten Biotopen

Einladung zu unserer Exkursion

am Samstag, den 9. April um 14 Uhr

 

Der NABU Renningen-Malmsheim betreut mehrere Biotope südlich von Malmsheim. Das Ziel ist es, eine hohe Biodiversität zu erreichen. Hans Riedling und Hans-Peter Kuhlmann werden interessierten Bürgern einige besonders interessante Biotope mit unterschiedlicher Artenwelt vorstellen.

Bitte melden Sie sich an unter nabu@nabu-renningen.de.

 


Waldexkursion mit Förster Rolf Maier

Waldexkursion 27.3.2022 Foto: NABU/D.Piehler
Waldexkursion 27.3.2022 Foto: NABU/D.Piehler

Am Sonntag, den 27.März fand unsere Waldexkursion mit unserem "noch" Förster Rolf Maier statt.

 

Bei schönstem Sonnenschein hat unsere gemeinsame Waldexkursion stattgefunden. Zusammen mit rund 70 waldbegeisterten Teilnehmern sind wir eine 3,5 km lange Tour durch den Wald am Boschgelände spaziert und haben dabei viele spannende Einblicke zur schrittweisen Umgestaltung des Renninger Waldes bekommen.

Insbesondere die Aufforstung nach großflächigen Sturmschäden hat es ermöglicht, einen Mischwald zu fördern und hierbei den Anteil an Laubbäumen deutlich zu erhöhen. Und auch weiterhin gilt, dass die Umgestaltung zu einem zukunftsfähigen Wald eine langfristige Planung sowie viel Geduld erfordert.

 

Wir waren begeistert vom großen Interesse der Renninger und Malmsheimer und danken für ihr Interesse! Unserem neuen Förster Herrn Hutter wünschen wir einen guten Start!

 

Mehr Bilder der Exkursion finden Sie in unserer Bildergalerie.


Bachputzete - voller Erfolg!

Bachputzete 2022 Foto: NABU/D.Piehler
Bachputzete 2022 Foto: NABU/D.Piehler

 

Beachtliche 17 putzwillige Bürger und NABU-Mitglieder trafen sich am Samstag an der Lämmerbrücke für die diesjährige Bachputzete. Das war eine Rekordbeteiligung! Der NABU übernimmt traditionell die Strecke am Rankbach von der Rankmühle bis zur S-Bahnbrücke Richtung Weil der Stadt. Aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von 2 Schulklassen wurde dazu noch eine weiter Etappe weiter nördlich übernommen. Erfreulicherweise fiel niemand ins Wasser, allerdings gab es am Schluss doch zwei Personen mit nassen Schuhen. Bei schönem Wetter war dies aber zum Glück kein großes Problem.

 

Das Müllaufkommen war wiederum beachtlich, wenn auch etwas weniger als in den Jahren zuvor. Da ja die Putzete im Vorjahr coronabedingt ausfiel, könnte das geringere Aufkommen vielleicht mit dem Homeoffice vieler zusammenhängen? Neben dem leider üblichen Müll wie Glasflaschen, Plastik in allen Variationen, einem Teppich und einem Lenkrad fielen zwei relativ gut erhaltene hochhackige Damenpumps, Schuhgröße 39, ins Auge. Unsere Damen hatten allerdings kein Interesse, diese mal anzuprobieren…. Auch eine Jogginghose fand sich im Rankbach. Diese war interessanterweise von vielen Libellenlarven bedeckt, so dass wir die Hose am Uferrand zunächst noch liegen ließen, damit die Larven zurück ins Wasser kriechen konnten. Etwas traurig war der Fund von 2 toten Füchsen, einem Unfallopfer sowie einem weiteren toten Fuchs am Eingang seines Baus. Abschließend wurde noch eine Stärkung am Bauhof eingenommen. Insgesamt war die Aktion wieder ein voller Erfolg – Dank an die Mitarbeiter der Stadt für die Organisation und Verpflegung und allen Helfern - und der NABU wird im nächsten Jahr sicher wieder dabei sein.

Weitere Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie.


Der Frühling kommt - Was kann ich selber für den Naturschutz tun ?

Anemosenwiese Foto: M.Gensler
Anemosenwiese Foto: M.Gensler

 

 

der Frühling steht vor der Tür und wir warten darauf unseren Garten oder Balkon auf Vordermann zu bringen. Wir freuen uns auf schöne Spaziergänge in der Natur und schöne Stunden im Garten.

 

Damit dies auch so bleibt hier einige Tipps für

das Frühjahr.

 

 

Im Garten

  • Bitte beachten Sie das während der Brutzeit vom 1.März und 30.September kein Radikal Schnitt durchgeführt werden darf. (Bundesnaturschutzgesetz in §39)
  • Bei Gartenarbeiten auf die Winterquartiere achten und evt. abgeharktes Moos im Garten als Nistmaterial belassen.

Wo sie überwintern findet ihr hier.
Beispiele: Igel überwintern im Laubhaufen, Siebenschläfer überwintern unter der Erde etc.

 

  • Es ist noch Zeit Nistkästen aufzuhängen und Nisthilfe für Wildbienen und Co. zur Verfügung zu stellen.
  • Gartenteich: Um Larven nicht zu gefährden, sollten keine Arbeiten mehr am Gartenteich durchgeführt werden.
  • Regentonnen füllen und abdecken/sichern damit Tiere nicht ertrinken können. Wasserstellen aufstellen
  • Frühlingsblüher und als Unkraut bezeichnete Pflanzen wie z.B. Brennnessel kann man als erste Nahrung anbieten
  • im Frühjahr neue Projekte für den Garten planen wie z.B. Kräuterbeete für Schmetterlinge, Totholzecken, Wildstaudenbeet. Wilde Ecken, Blumenwiese etc.

Weitere Tipps und Tricks zum naturnahen Gärtnern finden Sie hier.

 

Auf dem Balkon:
Auch auf dem Balkon kann man vieles im Frühjahr tun und planen. Schauen Sie mal hier herein.

 

Unterwegs:

  • Seien Sie achtsam wenn sie in der Natur unterwegs sind . Während der nun einsetzenden Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind Vögel und andere Wildtiere besonders störungsempfindlich. Hunde und Katzen sind besonders im Frühjahr strikt vom Jagen und Aufschrecken von Wildtieren abzuhalten an z.B. Bächen / Feldwegen / Parks oder im eigenen Garten. Achten Sie besonders auf die Regeln, die in bestimmten Gebieten gelten .
  • Verkehr: Seien Sie achtsam im Verkehr. Kröten erwachen bereits aus der Winterstarre und wandern zu ihren Laichgewässern.

Es danken euch Vögel, Wildbienen, Schmetterlinge, Igel und Co.

 

Der NABU bietet dazu Online Vorträge an:

Online Zoom Vortrag „Balkon insektenfreundlich gestalten“, 30. März 2022

Online Zoom Vortrag „Garten insektenfreundlich gestalten“, 6. April 2022

Anmelden können Sie sich hier.


Hügelbauende Waldameisen

Sonnungstraube Waldameisen Foto: NABU / K.Krebs
Sonnungstraube Waldameisen Foto: NABU / K.Krebs

 

Zur Zeit kann man schon die 1. Sonnung der Waldameisen beobachten. Sie ´tanken´ nach der Winterruhe Wärme auf und bringen diese in ihren Nestbau ein, bis sich das Innere bis ca. 25 Grad erwärmt. Es ist ein spannendes Schauspiel und der ein oder andere Spaziergänger fragt sich bestimmt, was hier die Ameisen machen.

 

 

Im Frühjahr, wenn es wärmer wird, beginnt das Leben der hügelbauenden Waldameisen.

 

In dichten Klumpen bilden sie große Sonnungstrauben auf dem Ameisenhügel um ihren Körper aufzuwärmen. Mit den aufgeheizten Körpern tragen sie die Wärme in die Nestkuppel, so dass die Nesttemperatur auf ca. 25 Grad erwärmt wird. Diese Temperatur wird benötigt für die Aufzucht der Brut.

 

Ein Teil der Arbeiterinnen beginnt nun die Nestumgebung nach Nahrungsquellen abzusuchen. Ihr Jagdgebiet umfasst einige hundert Meter. Andere beginnen mit dem Wiederaufbau der Nestkuppel, die teilweise durch Witterung und natürliche Nutznießer (Wildschweine, Dachs, Spechte) zerstört wurden. Diese Arbeiten werden ausschließlich von weiblichen Ameisen verrichtet. Sie werden max. 6 Jahre alt.

Die geflügelten männlichen Ameisen kann  man nur während des Hochzeitfluges beobachten, danach sterben sie. Die Königinnen, die bis zu 24 Jahre alt werden, verlieren nach der Begattung ihre Flügel und sind bis zu ihrem Lebensende mit der Eiablage beschäftigt. Waldameisen ernähren sich überwiegend von Honigtau, erbeuteten Insekten und Pflanzensaft. Durch das Vernichten von Schadinsekten, Verbreitung von Pflanzensamen, Bodendurchlüftung sind die Ameisen extrem wichtig für das Ökosystem Wald. Die Waldameisen gehören zu den besonders geschützten Tierarten.


Mitgliederversammlung am 16.März 2022

Liebe NABU Mitglieder!

 

Herzliche Einladung zu unserer diesjährigen, ordentlichen Mitgliederversammlung

am Mittwoch 16. März 2022 um 19.30 Uhr

Wir haben uns entschlossen, die Mitgliederversammlung digital stattfinden zu lassen. Alle Mitglieder, deren E-Mail-Adressen wir haben, haben bereits die Einladung mit Zoom Zugangsinformationen zugeschickt bekommen.

 

Sollten wir Ihre E-Mail-Adresse nicht haben, oder Sie haben keine Mail erhalten, fordern Sie die Zugangsdaten bitte unter nabu@nabu-renningen.de an.

 

Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:

  1. Begrüßung
  2. Bericht 2021 (Vorstand, Kassierer)
  3. Bericht der Kassenprüfer 2021
  4. Entlastung Sprechergremium
  5. Wahl weiterer Mitglieder ins Sprechergremium
    (Kandidatin Diana Piehler)
  6. Ausblick 2022
  7. Verschiedenes

Weitere Anträge zur Tagesordnung können bis zum 28. Februar 2022 bei Inge Bücker (nabu@nabu-renningen.de) eingereicht werden, Frau Bücker steht Ihnen auch gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung zeigen uns Diana Piehler und Alexandra Schnaars Videos und Bilder aus dem letzten Jahr von unserer Umgebung. Besonders interessant sind die Videos „Der Mühlberg von oben“.


Videos

Ab jetzt gibt es auch Videos, die Mitglieder des NABU Renningen-Malmsheim erstellt haben.

Es lohnt sich reinzuschauen -> hier


Amphibienschutz - es geht wieder los!

Erdkröten-Doppeldecker (Männchen oben) Foto: NABU/K.Büscher
Erdkröten-Doppeldecker (Männchen oben) Foto: NABU/K.Büscher

Wegen des recht milden Winters haben sich die ersten Molche, Frösche und Kröten bereits auf den Weg gemacht. Beim Amphibienschutz gibt es deshalb nun viel zu tun, Unterstützung ist willkommen.

Auf Renninger Gebiet sind wir auf der Straße Renningen - Rutesheim zusammen mit dem NABU Leonberg im Einsatz. Erster Springfrosch Laich ist schon da. Zum Glück gibt an der Straße jetzt einen Amphibienzaun, aber die Eimer müssen regelmäßig kontrolliert werden, und einige Kröten oder Frösche schaffen es trotzdem auf die Straße.

 

Darum bittet der NABU alle, die Auto oder auch Fahrrad fahren, besonders aufmerksam zu sein. Auch die Helfer sollen durch langsameres Fahren geschützt werden. Danke!


Blühstreifen stehengelassen – danke!

Stieglitz/Distelfink Foto: NABU/Kathy Büscher
Stieglitz/Distelfink Foto: NABU/Kathy Büscher

 In und um Renningen und Malmsheim sehen wir immer noch Blühstreifen mit stehengelassenen Pflanzen – und das ist auch gut so!

 

Hier können Insekten wie der Schwalbenschwanz oder die Zebra-Wespenspinne weiter überwintern. Und auch die Vögel finden dort weiterhin Nahrung. So zum Beispiel östlich von Renningen vor den Weinbergen hin zur Unterführung der B295. Hier ist eine stehengebliebene Blühfläche, jetzt sieht man vor allem noch die Sonnenblumen. Und ein Schwarm Stieglitze (Distelfinken), die hier zu Hause sind. Es sind um die 100 Vögel, sie sind immer wieder im Schwarm zu sehen, umrunden das Gebiet und setzen sich dann wieder in die Sonnenblumen und genießen die große Futterstelle.

 

Danke an die Landwirte, auch an alle Privatgärtner und die Stadt Renningen für stehengelassene Blühstreifen.

Zu diesem Thema ist auch der Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 28.1.2022 sehr interessant.

 

Distelfinken Schwarm, Boschgebäude im Hintergrund Foto: NABU/I.Bücker
Distelfinken Schwarm, Boschgebäude im Hintergrund Foto: NABU/I.Bücker

Lebensmittelverpackungen im Vergleich

Verpackungen, was ist ökologisch gut? Foto: NABU/K. Istel
Verpackungen, was ist ökologisch gut? Foto: NABU/K. Istel

Welche Verpackung schneidet bei Klimawandel, nicht erneuerbarem Ressourcenverbrauch oder Schadstoffemissionen besser oder schlechter ab? Der NABU hat für neun Produkte die Umweltbelastungen gängiger Verpackungsalternativen untersuchen lassen.

 

Es gibt einige Überraschungen, z.B. ist Rotkohl im Plastikschlauchbeutel besser als die Dose oder das Glas (der Rotkohl vom Markt ganz ohne Verpackung ist natürlich noch besser).

Hier gibt es weitere Infos. Und das Factsheet ist hier zu finden.


Jetzt Nistkasten bauen!

 

Es liegt schon etwas Frühling in der Luft! In meinem Garten beobachte ich bereits erste Singvögel bei der Quartierssuche. Laut zwitschernd stecken Meisen, Sperlinge und Kleiber ihre Reviere ab.  

Allerdings gibt es vielerorts immer weniger natürliche Brutplätze und Nahrung für sie. Um unsere Vögel zu unterstützen, hilft die naturnahe Gestaltung von Gärten: In alten Obstbäumen, Scheunen und Hecken finden viele Arten ein Plätzchen und Nistmaterial. Amsel, Grasmücke und Fink bauen ihre offenen Nester gut geschützt in Bäumen, Büschen und Sträuchern.

Viele Gartenvögel in Baden-Württemberg sind Höhlenbrüter. In unseren Siedlungen fehlt es Haussperling, Kleiber, Kohl- und Blaumeise aber an Naturhöhlen in mächtigen Bäumen. Nistkästen nehmen sie deshalb gerne an.

Die noch langen, dunklen Abende bieten sich dazu an, Nistkästen für unsere gefiederten Freunde zu bauen. Machen Sie mit? (So meint das Stefan Bosch, NABU-Fachbeauftragter für Vögel)

 

Bauanleitungen gibt es hier.

 


Nistkasten-Reinigung fast abgeschlossen

Blaumeisennest Foto: I.Bücker
Blaumeisennest Foto: I.Bücker

Der NABU hatte dieses Jahr rund um Renningen und Malmsheim ca. 300 Nistkästen zu reinigen, 230 davon sind jetzt sauber.


In 131 Kästen hat es sich eine Blau- oder Kohlmeise gemütlich gemacht. Der Kleiber hat sein Nest mit Spiegelrinde in 28 Kästen gebaut. Der Siebenschläfer war dieses Jahr nur in 10 Kästen, letztes Jahr sogar in 29. Mit Hilfe unserer Nistpate App haben wir immer den aktuellen Stand.

Vielen Dank an alle Mithelfer*innen beim Reinigen!

 

Es gibt dabei immer wieder interessante Entdeckungen. Für ihre Nester suchen sich z.B. Blaumeisen Höhlen oder Nistkästen, die sie mit Tierhaaren, Federn und Moos auspolstern. Auf dem Foto sieht man ein wunderschönes Blaumeisen-Nest, das im Flur Wasserbach gefunden wurde.

Und wir haben nicht nur Vogel-Nistkästen, an einigen Stellen hängen auch Haselmaus-Kästen. Diese Kästen haben auf der Seite zum Stamm hin, an dem sie aufgehängt sind, das Eingangsloch. Erstaunlich, dass eine Meise dieses Loch gefunden hat und ihr Nest im Haselmaus Kobel gebaut hat.

Deshalb wie schon oben erwähnt, ein eigener Nistkasten im Garten lohnt sich!

 


Jahresverlauf Tümpel am Mühlberg


NABU Programm 2022

NABU Programm 2022 Foto: NABU/I.Bücker
NABU Programm 2022 Foto: NABU/I.Bücker

 

 

Unsere NABU Renningen-Malmsheim Programm Flyer für das Jahr 2022 sind da.

 

Sie können es in den Rathäusern oder in der Mediathek abholen.

Es gibt das Programm natürlich auch Online - hier.

Reinschauen lohnt sich, wir bieten wieder interessante Veranstaltungen an.


Stunde der Wintervögel

Vom 6. bis 9. Januar 2022

findet zum zwölften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

 

→ Die Aktion findet im Siedlungsraum statt: 
    Garten, Balkon, Fenster oder Stadtpark.

→ Suchen Sie sich einen Platz, von wo aus Sie gut beobachten können.

→ Beobachten Sie eine Stunde lang und notieren Sie dabei von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die in diesem Zeitraum gleichzeitig zu sehen war. Das vermeidet Doppelzählungen.

 

Eine besondere Qualifikation außer dem Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig.

 

Je mehr Naturfreund*innen an der „Stunde der Wintervögel“ teilnehmen, desto wertvoller werden die Ergebnisse. Helfen Sie mit, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt festzustellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Vogel des Jahres 2022 - Wiedehopf

Wiedehopf Foto: Hannes Bonzheim
Wiedehopf Foto: Hannes Bonzheim

Auffälliger Zugvogel gewinnt die Vogelwahl mit deutlichem Vorsprung

 

Gestreifte Flügel, aufstellbare orangene Haube und ein langer Schnabel: Deutschland hat den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gewählt! Der auffällige, aber scheue Vogel kommt hierzulande bisher selten vor. Dennoch hat er die vier anderen Vogelwahl-Kandidaten deutlich abgehängt – seit dem 18. November 2021 steht das amtliche Ergebnis fest: Mehlschwalbe, Bluthänfling, Feldsperling und Steinschmätzer folgten mit zehntausenden Stimmen Abstand zum Wahlsieger.

Mit dem Wahlslogan „Gift ist keine Lösung“ macht der Wiedehopf bei der Vogelwahl auf den Insektenschwund und die intensivierte Landwirtschaft aufmerksam. Ab Januar 2022 tritt der Vogel seinen Titel und die Nachfolge des Rotkehlchens an. Der NABU dankt den über 140.000 Wähler*innen für die Teilnahme an der Vogelwahl und die Unterstützung beim Schutz von Wiedehopf und Co.