Heimisches WINTERGRÜN

Vogelmiere Foto: NABU / Helge May
Vogelmiere Foto: NABU / Helge May

 

 

Selbst mitten im Winter gibt es in der Natur, in Gärten, Parks und anderen naturnahen Flächen Essbares zum Sammeln. Keine Massen und aktuell teils unter Schnee vergraben, aber achtsame Spaziergänger werden dennoch fündig. Aus gesundheitlicher Sicht lohnt das selbstverständlich umso behutsamere Sammeln jetzt umso mehr, als der Vorrat an Vitalstoffen unserer Körper mittlerweile geschrumpft und das Angebot an hochwertigem heimischem Obst und Gemüsesorten überschaubar ist. Supermarktregale enthalten vielfach importierte eingeschweißte bzw. Gewächshausware. Oft werden die Früchte unreif geerntet und haben durch lange Wege und Lagerung viel ihrer Vitalstoffe eingebüßt. Hier sind Wochenmärkte und Hofläden oder die eigene Ernte gewiss die bessere Wahl.

 

Ansonsten nichts wie ran an unser wildes Wintergrün! Sogar im kleinsten Hausgarten oder in Grünstreifen wenig motorisiert befahrener Wege überdauern winterharte Gewächse wie die hübsch weißlich-dunkelgrün panaschierten Goldnesseln, Gundermann, Nelkenwurz, Schafgarbe, Vogelmiere, kleine Taubnessel sowie die Blattrosetten vom allseits bekannten Löwenzahn und Gänseblümchen (das nicht umsonst wissenschaftlich Bellis perennis, also Ausdauernde Schöne, heißt) und können vorsichtig Blättchen gezupft oder abgeschnitten werden. Die häufig mehrere Meter langen Ranken der Brombeeren ragen im tiefsten Winter meist weit aus dem Schnee heraus. Deren immergrüne Blätter ergeben - nach Entfernen der bei den meisten Formen haifischartig-zackigen Mittelrippe - eine chlorophyllhaltige Zutat für Smoothies oder Tee.

 

Die unverwüstlichen kleine Vogelmiere (Stellaria media) mit ihren winzigen sternenförmigen weißen Blütchen breitet sich mit Vorliebe in gut gepflegter Gartenerde von Beeten polsterartig aus. Sie lässt sich mühelos ausreißen, um sie pur, aufs Brot, im Salat oder Smoothie zu genießen.

 

Die Mährische Vogelbeere (Sorbus aucuparia edulis) ist eine besser roh verzehrbare ausgelesene Edelsorte mit etwas weniger Bitterstoffen.

 

Christine Berg, Fachberaterin für Essbare Wildpflanzen

und Streuobstpädagogin

 

Quellen:

eigene Erfahrung, Schulungsunterlagen zur Fachberaterin für essbare Wildpflanzen Dr. Strauß

 

 

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